Freitag, 23. August 2013

Natur pur, oder: man kann hier in Mecklenburg Vorpommern immer noch (fast) verhungern.

Eigentlich wollte ich, vor dem Los-Paddeln noch mal kräftig etwas futtern. Für 22 km Dschungel braucht man ja Energie. Das einzige auf dem Weg vom Tessiner Bahnhof zu meinem angeschlossenen Kajak befindliche Ristorante hatte geschlossen. Öffnungszeiten nicht angegeben. Etwas anderes gab es auch nicht. Gut, dass ich meiner Eingebung folgte und beim einzigen Bäcker noch ein halbes Kilo Kuchen mitnahm.



Gleich nach Tessin gab es zwei hässliche Wehre. Das Umtragen ist schon mit normalem Kajak unangenehm, mit Gepäck im Kofferraum noch übler.
Die Recknitz ist hier wirklich sehr schmal. Musste mein Paddel teilen und als Stechpaddel nutzen. Trotzdem war es eng und nach einem unvermeidlichen Kontakt mit dem Schilf hatte ich ein paar Hundert milbenartige blinde Passagiere an Bord. Unangenehm.



Irgendwann unterwegs gab's dann den Kuchen. Und das war auch gut so!



Man fährt hier wirklich etwas wie im Dschungel. Die Recknitz wurde ca. 2000 renaturiert, was sich vor allem in vielen neuen Mäandern zeigt. Das dauert dann...



Letztendlich habe ich dann auch Bad Sülze erreicht, mein Zimmer bezogen, das Kajak eingeschlossen. Aber: ich musste erfahren, dass es hier KEINE einzige Gaststätte gibt!
Katastrophe! Ich habe Hunger!
Meine Rettung: ein Döner Imbiss. Wer hätte das gedacht.
Fast keine Menschen auf der Strasse. 





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