Sonntag, 25. September 2016

Teamevent und ab nach Hause

Samstag
Teamevent. Heute sollte es an einen Ort gehen, der laut Google Maps über 1000 km entfernt von Nanjing ist. Offensichtlich gibt es mehrere, denn das Ziel lag nur unweit vom Flughafen in Nanjing.
Es war ein "buddhistischer Freizeitpark", eine Art chinesisches Disneyland (Niu Shou Shan Feng Jing Qu). Na ja, so ähnlich. An der Stelle eines alten buddhistischen Tempels wurde hier vor 3-4 Jahren mit dem Bau eines ziemlich großen Areals begonnen. Gleich am Eingang gab es neben einer ziemlich großen PKW-Parkfläche ein sehr großzügig gestaltetes, 2-stöckiges Parkhaus. Das Ganze war für einen ziemlich großen Ansturm von Besuchern ausgelegt. Der Park selbst ist in einzelne Stationen aufgeteilt, die man nicht etwa zu Fuß, sondern mit speziell hier fahrenden und natürlich elektrisch betriebenen Bussen zurück legt. Eine solche Fahrt dauert mitunter nicht länger als 2 Minuten. Dazwischen offensichtlich künstlich angelegte Waldflächen, nicht selten Bambus.
Auch wenn klar ist, dass sämtliche Materialien der "alten" Tempel aus aktueller Massenware stammen: was hier in 3 Jahren geschaffen wurde ist unglaublich.




Das Extremste ist mit Abstand der halbkugelförmige Kuppelbau, der neben einem 8-stöckigen Turm errichtet wurde. Auf dem "Grund-Level" sieht man eine sich drehende "Dienstags-Buddha" Figur (der schlafende Buddha, wie ich in Thailand kennen lernte) unter einer individuell beleuchtbaren Kuppel.
Von dieser Ebene geht es mit Rolltreppen 6 Etagen in die Tiefe. Was in diesen 6 Etagen passiert ist nicht klar, aber dann eröffnen sich verschiedene kleine und eine zentrale größere Halle, die wahrscheinlich einfach dazu angelegt wurden, einen zu überwältigen. Und die Haupthalle selbst ist vermutlich auch so hoch, dass sie die besagten 6 Stockwerke benötigt.






Dieses Bauwerk hat mit dem Buddhismus und dessen Grundgedanken wahrscheinlich ebenso wenig zu tun wie der Petersdom mit der christlichen Idee. Und ganz sicher ist er von der - kommunistischen - Regierung in Auftrag gegeben und bezahlt worden. Nichtsdestotrotz ist es ebenso beeindruckend wie der Petersdom...
Ins Hotel zurück gekehrt raffte ich mich dann doch noch auf und lief zu Fuß zu einem anderen Konsum-Tempel - aber der Apple Store hatte die Apple Watch Series 2 leider nicht vorrätig ...
Bei der obligatorischen Suche nach einem Platz für das Abendessen landeten wir nach längerem Suchen in einem koreanischen Restaurant. Das Menü gab es aber nur auf Koreanisch/Chinesisch mit extrem kleinen Bildern. Wenige Minuten später war neben der vermutlich vollständigen Belegschaft auch eine vermeintlich English sprechende Dame an unserem Tisch. Ihr Englisch reichte aber nicht aus, uns für zu einem weiteren kulinarischen Experiment zu überzeugen und so verließen wir wir das Restaurant wieder freundlich lächelnd, um in einem Burger (!) Restaurant die letzten beiden gekühlten, überteuerten Guinness Bier zu bestellen. Unter anderem natürlich.

Sonntag
Abflug heim. Ich versuche etwas Neues. Nachdem ich mich erinnere, bei der letzten Reise im Taxi zum Flughafen zunächst in die falsche Richtung kutschiert worden zu sein und ziemliche Angst hatte, den Flug zu verpassen, wollte ich es besser machen. Inzwischen gibt es nämlich eine Bahnlinie zu Flughafen.
Habe gegen 9 Uhr im Hotel ausgechecked und gegen 11 Uhr bereits meinen Boarding Pass, obwohl ich im Flughafen einmal falsch gelaufen bin. War zwar schon in der Metro ein weiteres Mal durchgeschwitzt (Aufzug defekt) und musste beim Umsteigen etwa 10 Minuten warten, aber ich würde die Metro Linie 1 / S1 ganz klar einem Taxi vorziehen.
In unserer Reisebestätigung stand, dass der Flug vom Terminal 1 abgeht - falsch. Ich bin den (zugegebenermaßen unbeleuchteten) Schildern gefolgt und landete mal wieder in einer Sackgasse. Im Terminal 2 guckten mich erst ein Herr und dann eine Dame dumm an, als ich nach Deutschland, Frankfurt und Lufthansa fragte - kurzer Adrenalinstoß: bin ich etwa auf einem gaaaanz falschen Flughafen?! - aber nachdem ich das Zauberwort "international" sagte, verwies man mich an den Counter "A" und ab da ist alles easy...

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen