Donnerstag, 13. April 2017

Und dann kam Luigi

Der Tag begann mit einem großen Knall - da waren wir schon auf dem Weg aus der Stadt heraus in Richtung Ragusa. Kurz hinter einem Kreisverkehr rumste es auf der Beifahrerseite, ohne dass ich merkte, woher genau es kam. Rechts ran und dann kam schon ein Typ mit dem Rest des Rückspiegels angedackelt. Die Ursache des Knalls bekam ich aus ihm aber nicht heraus. Auch nicht, als wir zu seiner offensichtlichen Arbeitsstelle - einem Fischladen / Restaurant gingen. Es musste aber eine plötzlich geöffnete Autotür sein. Nach längeren Diskussionen war das Einzige, was ich von ihm bekam, eine Adresse und ein Name: Luigi.

Glücklicherweise erinnerte ich mich am Abend zuvor ein AVIS Büro am Beginn der Insel Ortigia gesehen zu haben. Die waren auch recht hilfsbereit und dank des "Complete Cover" bekam ich auch relativ schnell ein neues Auto. Sie hätten aber schon gern das Nummernschild des gegnerischen Autos. Also noch einmal in den Laden. Der Typ war verschwunden, vom anderen Auto keine Spur mit allem Mut habe ich dann in dem Laden nach Luigi gefragt. Der wurde dann auch geholt - war plötzlich ca. 25 Jahre gealtert und erzählte mir etwas was ich nicht verstand. Das änderte sich auch nicht, als wir feststellten, dass er Deutsch sprach. Auch hier bekam ich weder den Namen des Fahrers noch das Nummernschild heraus und nach "Der Pate I und II" dachte ich, es wäre auch besser nicht weiter nachzufragen ...

Statt mit einem kleinen Peugot 108 - immerhin mit 4 Türen - ging es nun weiter mit einem Fiat 500. Den kannte ich schon als Spritfresser und er machte auch ziemlich unangenehme Geräusche.




Immerhin gab es dann schon noch Mittag in Ragusa. Die Stadt wurde 1693 bei einem Erdbeben komplett zerstört. Man konnte sich nicht einigen, wo man die neue Stadt wieder aufbauen wollte - und baute sie deshalb gleich zwei mal neu auf. Und davon profitiert sie noch heute. Die Wanderung zwischen Ober- und Unterstadt kann man jedenfalls ziemlich ausdehnen.



Auf dem Rückweg lag Modica. Offensichtlich bekannt für Ihre spezielle sizilianische Schokolade. In einem Laden konnte man diese probieren. So richtig überzeugend war sie aber nicht. Ziemlich süß und sehr trocken.
Einer meiner Lieblings-Hausweine ist Nero D' Avola. Und genau dort, an der Marina D' Avola gab es ein leckeres Abendessen. Überraschenderweise fanden wir dort wirklich ein nettes Restaurant ...

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