Dort versuchte ich es in der Jugendherberge. Ich hätte mich einfach im Essen-Saal anstellen sollen, statt zu fragen, ob ich etwas kaufen kann. So gabs nur eine Apfelschorle und einen Snickers an der Rezeption. Immerhin hatte der Bäcker im Ort Kaffee und Kuchen.
Ein Hinweisschild bei Nebra machte Hoffnung auf eine Gaststätte - diese war aber ebenso geschlossen wie die zweite in diesem Ort.
Kurz vor Laucha dann ein Winzer direkt am Radweg, der etwas anbot. Zwar nur Bockwurst mit Kartoffelsalat neben Silvaner und Grauburgunder, aber meine Ansprüche waren eh schon im Keller. Es war letztendlich eine gute Idee, denn kaum hatte ich den ersten Bissen vom Kartoffelsalat heruntergeschluckt, kam ein Schauer runter und alle flüchteten unter die Überdachung. Einige waren mit Rad, andere mit Kanu/Kajak unterwegs.
Trotz des Volksfestes konnte mich Laucha nicht überzeugen zu bleiben - Hunger hatte ich ja nicht mehr. Stattdessen verfuhr ich mich, verlor die Unstrut und war plötzlich an der Saale in Naumburg - eigentlich wollte ich aber zur Mündung der Unstrut. Also ein paar Kilometer zurück, nicht ohne auf die schlechte Ausschilderung und meine Unachtsamkeit zu schimpfen
Dann dauerte es aber nicht mehr lange, bis ich an der Mündung war. Statt die Fähre über die - nunmehr - Saale zu nehmen, fuhr ich den Saale Radweg noch bis zur nächsten Brücke flussabwärts Richtung Halle und dann auf der anderen Seite zurück nach Naumburg.
Zumindest von außen sah ich dann auch den Naumburger Dom. Eine Besichtigung hebe ich mir für den Saale-Radweg auf - da werde ich sicher hier übernachten.
Zugfahrt zurück nach Halle ohne Probleme und auch das Auto hatte nach den gut zwei Tagen - wie schon vorweg genommen - keinen Strafzettel dran - was will man mehr ...
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