Dienstag, 21. August 2018

Einen habe ich noch ...

Wer in die Reiseunterlagen geschaut hat war klar im Vorteil. Der Grund, dass wir heute wieder um 7:30 los mussten war, dass es doch auf dem Weg nach Arusha noch zu einer kleinen Safari im Manyara National Park ging. Selbiger liegt am gleichnamigen, ziemlich großen und salzhaltigen See. Von einem erhöhtem Viewpoint bekam man einen groben Eindruck. Nach dem Gate ging es durch ziemlich dichten Wald in dem Paviane, Blauaffen, Rotschnabelraben und auch Elefanten ihr Zuhause haben. Dann fuhren unser Jeeps durch eine Schilf/Seenlandschaft in denen wir Hippos beim Sex beobachten konnten. Jedenfalls war das Wasser hier sauberer. Noch.









Danach waren es noch knapp 2 Stunden zum Arusha Flughafen, vorbei an Orten, wo heute - es ist Dienstag - Massei Markt ist. Noch ein kurzes Essen in einem Zelt vor dem Flughafen und dann war Verabschiedung von unseren Fahrern und Nelson angesagt. Die Gruppe hatte ihren Flieger um 15:30, meiner war eine Stunde später angesetzt. Soweit die Theorie.
Der Flughafen ist schon etwas unorthodox. Zwar gibt es am Eingang einen zentralen Sicherheitscheck, bei dem alles aufs Band muss. So richtig Vertrauen hatte ich dazu aber nicht. Ich verabschiedete mich von meiner Gruppe die mit Precision Air fliegen wollte, denn mein „Check-in Counter“ für FlightLink war ein anderer und mein Check-in war auch erst in einer Stunde. Ich fand ein WLAN, in das ich mich mit Tricks einloggen konnte und lud erst einmal ein paar Fotos hoch.
Plötzlich kam unerwartet unser Gruppenälteste zu mir und teilte mir mit, dass offensichtlich vor ca. 2 Wochen die Flüge für alle 8 Personen storniert wurden. Jetzt wurde ich nervös und ging zum Counter - bei mir war alles o.k. Und damit war ziemlich sicher, dass ich nicht als Letzter sondern Erster auf Sansibar ankommen würde. Dass mein eingecheckter Rucksack mit einem Gepackaufkleber fast eine Stunde einfach so im Weg stand machte mich zwar etwas nervös, das ist hier aber wohl so.








Und dann die nächste Überraschung: der Flug sollte 16:35 abheben - bis 16:20 war die ankommende Maschine noch nicht einmal gelandet. Keine Chance, hier pünktlich los zu kommen. Dachte ich. Ich genoss noch den Blick auf den Kilimanjaro, aber dann kam sie um 16:25, wurde ent- und beladen, hob um 16:37 ab und kam auf die Minute auf Sansibar an. Respekt, hatte ich nicht erwartet. Da sollte sich Tegel ein Beispiel dran nehmen. In Sansibar wurde ich von jemandem mit Chamäleon Schild empfangen, fragte nach einer SIM und der verkaufte mir auch eine für 10$. Die wurde von eine verhüllten Dame (94% der Einwohner Sansibars sind Muslime) mit einem mobilen Gerät für weitere 3$ mit 1GB aufgeladen. In weniger als 15 Minuten war alles erledigt, wahrscheinlich habe ich etwas zu viel gezahlt ...

Die Fahrt mit dem Taxi dauerte eine gute Stunde und ich unterhielt mich intensiv mit dem Fahrer. Neben privatem Smalltalk war Politik und was hier bei den letzten Wahlen 2015 passierte ein großes Thema. Im Hotel angekommen gab es heute Suaheli Buffet und anschließend eine Kulturgruppe, die tanzte, sang und versuchte, die wenigen Touristen zu animieren. Es gelang mir nicht, mich vor der der Polonaise zu drücken.
Bis 23 Uhr war meine Gruppe noch nicht angekommen ...

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