Donnerstag, 23. August 2018

Schwimmen mit Delfinen, na ja ...

7 unserer Gruppe wollten die Tour in den Süden zum „Schwimmen mit Delfinen“ machen. Klingt ja so romantisch. Ist es vielleicht auch. Irgendwo anders. Wir fuhren ca. 1 h über die Insel ins Karamba Resort. Dort warteten Boote, die uns ein paar Kilometer weiter südlich brachten. Und da warteten dann auch schon andere Boote. Zwischen zwanzig und dreißig etwa. Immer wenn sich irgendwo der Rücken eines Delfins zeigte, knatterten die Motoren der Boote und die Leute sprangen elektrisiert ins Wasser, um den Delfinen irgendwie nah zu kommen. Ok, ich bin auch 3 Mal gesprungen. Gesehen habe ich nur einen Schatten, der schnell abtauchte und verschwand. Wahrscheinlich hatten andere mehr Glück, aber die Delfine waren immer innerhalb weniger Sekunden weg. Ich kann es Ihnen nicht verdenken. Der Lärm, die Leute, der Gestank der Auspuffgase - ich habe mich dann ausgeklinkt und mir das Geschehen nur noch als Zaungast angesehen. Fotos von Delfinen - Fehlanzeige.
Man kann es den Einheimischen nicht verdenken, dass sie versuchen, auf diese Weise etwas Geld zu machen. Es sind Tourisren wie ich, die diese Nachfrage schaffen. Ich habe mit einigen gesprochen, die ebenfalls diese Tour gemacht haben. Hätten sie gewusst, wie das abläuft, hätten sie es nicht getan. Also werde ich mal Chamäleon Feedback geben, damit die Nachfrage vielleicht zurück geht ...





Wir hatten die Kombi-Tour mit Stone Town - also Sansibar City - für 70 Dollar gebucht und kamen gegen Mittag dort an. Man fährt eine ganze Weile durch die Elendsviertel - kannte ich ja schon von der Ankunft - aber ich hatte die Hoffnung, dass es ein schönes Zentrum geben würde. Na ja, nicht wirklich. Ein paar Ecken sind ganz nett und die großen Hotels sehr ansehnlich, aber ansonsten ist es nicht wirklich schön hier. Wir schlenderten zum ehemaligen Sklavenmarkt, genehmigten uns einen Kaffee auf dem Dach des alten Kaffeehauses und natürlich musste ich am Freddy Mercury Haus Stopp machen. Mal sehen, ob ich hier Samstag noch etwas Interessantes finde.







Zurück im Pongwe Bay Resort hatten die Liegen am Strand und die am Pool eine magische Anziehungskraft, bevor das Abendessen kam. Und dieses Mal wieder mit Kulturprogramm. Etwa 15 Massai führten Ihre für unterschiedliche Anlässe (Brautwerbung, Hochzeit usw.) gedachten Tänze vor, die unter anderem der Chef des Resorts - ebenfalls in Massai-Kleidung - entsprechend kommentierte. Ein wenig Erfahrung hatten wir ja schon im Shumata Camp gesammelt und grundsätzlich klingen die Lieder für uns natürlich alle ähnlich. Ein klarer Unterschied ist allerdings der Rhythmus. Ansonsten ist das Szenario immer in etwa:
  • einer oder wenige beginnen zu singen, bzw. den Rhythmus zu stampfen 
  • ein Rhythmus setzt sich durch
  • ein oder mehrere tanzen in die Mitte (mal geht es um das Hochspringen, ein anderes Mal ums Tanzen)
  • dann das gemeinsames Springen auf einen Takt
  • und das Ganze von vorn
So hatten sie uns gut 35 Minuten unterhalten. Immer wenn die Massai in die Mitte liefen und an unseren Tisch kamen hatte ich Angst, sie würden uns wieder auf die Bühne holen. Das blieb uns aber dieses Mal erspart, dafür waren auf dem Boden alle möglichen käuflich zu erwerbenden Souvenirs zu finden.

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