Nachdem ich in Oranienburg schon mehrfach 1-2 mögliche Kajaktouren ausgecheckt hatte, wollte ich heute zu einer kurzen Radtour nach Liebenwalde aufbrechen. Und das war eine richtige Entscheidung!
Der Rundtour beginnt und endet in Malz und es ist über 99% ein idealer Radweg.
Entweder führt er einige Meter neben der Straße, oder quer als Schneise durch den Wald. Allein das lohnt schon. Leider ist man etwas entfernt von der „schnellen Havel“, die man nach Malz erst kurz vor Liebenwalde wieder sieht. Aber selbst für einen langsamen Fisch dürfte die Havel da kaum das Richtige sein - und keine Chance für ein Kajak.
Dank des tollen Weges war ich schnell in Liebenwalde und das Schild „Hofcafe“ kam gegen 16 Uhr zur rechten Zeit. Leider gab es wirklich nur Kaffee. In der Hoffnung, dass es auch noch irgendwo Kuchen gibt, radelte ich weiter durch den Ort. Nix da. Tot. „Nimm Dir ´ne Stulle mit, Du fährst durch Brandenburg“ - fiel mir automatisch ein.
Egal. Noch in Liebenwalde geht es über den „Alten Trödel“ - den hatte ich schon 2013 mal von Zerpenschleuse aus bekajakt - sehr schöne Strecke.
Kurz nach Liebenwalde biegt rechts gleich wieder eine 2m breite Schneise eines Radwegs durch den Wald. Kilometerlang schnurgeradeaus. Und keine unnötigen Beton-Poller mitten im Weg.
Irgendwann kommt Wittenberge und ein idyllisch gelegener Ort namens Bernöwe. Der Trabi-Grill am Anfang der Ortes hat zwar einigen Zulauf - meist mit Rollstuhl - reizte mich aber nicht. Das Schild „Zum Flößer 0,5 km“ schon eher. Man kommt hier direkt an den Kanal, aber der Flößer hat leider nicht auf. Dabei könnte ich gut einen Radler gebrauchen. Auf dem Rückweg vom Kanal bemerke ich eine barbusige Dame in Ihrem Liegestuhl. Leider zu spät - da hat sie schon ihr Buch hochgezogen. Nichtsdestotrotz ein interessanter Ort im Nirgendwo.
Kurz vor dem Schließen der Rundtour kommt man an einem „Kids Global“ vorbei, was hier mal entstehen soll. Im Moment sieht es nach einem pleite gegangenen und verwahrlostem Betriebsferienlager aus. Na, mal sehen, was daraus in ein paar Jahren wird. Direkt nach der Grabow-Brücke gibt es dann noch eine Einkehrmöglichkeit - die ich schon kenne.
Das sind in Summe etwa 30 super ausgebaute Kilometer Radweg. Den kann man in Liebenwalde durchaus nach Norden in Richtung Bischofswerder und nach Osten Richtung Zerpenschleuse erweitern. Auch die Wege sehen zumindest anfänglich gut aus…

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