Montag, 13. Juli 2020

Aber jetzt

Vor dem Strandhotel in Mirow ist eine Kajak-Ausleihstation und wir sind nicht die einzigen, die statt mit Auto mit dem Boot anreisen. Allerdings sind andere cleverer - die schließen ihr Boot an. Hatten wir vergessen mitzunehmen. Als wir dann beim Grillen hören, dass hier häufiger mal Boote geklaut werden, machen wir uns etwas Sorgen und schauen vor dem Schlafengehen noch mal aus dem Fenster. Noch da - und morgens auch.
7:30 gibt es Frühstück - und es ist trotz Corona schon gut besucht. Manche „Externe“ kommen von Ihren Hausbooten oder aus den Zelten in den Frühstücksraum, andere holen nur Verpflegungsbeutel ab. Wir paddeln gleich los, fahren unter der Brücke zur Liebesinsel durch und werfen noch einen Blick auf den Kirchturm von Mirow, auf dem wir letztes Jahr waren. Schnell sind wir vorbei an den Ferienhäusern und in der Schleuse. Bei einem Hub von gut 3,50 m fühlt man sich in dem Becken schon etwas eigenartig - vor allem wenn vor einem 3 stinkende Diesel-Boote im Wasser sind.




Weiter geht es für gute 7 km auf dem Mirower Kanal nach Westen. Das Wetter ist perfekt. Echtes Kaiserwetter für Geburtstagskinder. Es kommen uns viele Boote entgegen, aber keines überholt uns - dank der Schleuse. Etwas südlich vom Kanal muss das Bombodrom liegen. Jedenfalls dreht irgendein Flieger ziemlich enge Kreise - das war sicher kein Airbus. Und aus unserer Sicht sah es so aus, als ob er voll auf den Mond zu hält. Vorbei an Vietzen und durch einen weiteren kleinen Kanal landen wir auf der kleinen Müritz. Hier wird es schon etwas windiger und unübersichtlicher. Aber auch nicht so schlimm, trotzdem legen die Nichtschwimmer jetzt sicherheitshalber die Schwimmweste an.




Das Wasser der Müritz ist super klar - und flach. Da wir nicht all zu weit vom Ufer bleiben, haben wir auch mehrmals Grundberührung. Im Hafendorf Müritz überlegen wir, eine Pause einzulegen. So schön kann man da aber als Kajak nicht anlegen und wir nutzen das ruhige Wetter lieber aus und fahren weiter. Der Bolter Kanal ist auch bald erreicht und lässt sich noch mal richtig genießen. Man kann viele Libellen beim Gruppensex erwischen...
Später kehren wir noch mal im Captains Inn im Hafendorf ein. Der Ort selbst ist zumindest interessant als Platz für Investitionen - viele attraktive Ferienwohnungen. 
Das mit den Abstandsregeln auf dem WC im Restaurant lässt sich aber noch verbessern.



Fazit:
Man kann die Tour (ca. 37 km) auch an einem Tag schaffen. Dann sollte man aber in Mirow übernachten, früh aufstehen und am besten nach der Schleuse einsetzen, damit man da nicht durch muss. aber auch an zwei Tagen passt die Tour gut ...

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