Freitag, 29. Oktober 2021

Zum Abschied Regen - und Flamenco, so etwas in der Art

Irgendwie konnten wir aus der Gasflasche doch noch etwas heraus kitzeln - die Heizung lief auf Stufe 2 und es war auch draußen deutlich wärmer als die Tage zuvor.
Die meisten Klamotten waren schon am Abend zuvor verstaut, heute früh nur der Rest und den Camper entleeren / auffüllen.
Das Hotel liegt auf dem Weg zur Abgabe des Campers und wir werfen das große Gepäck dort ab. Die Abgabe gestaltet sich problemlos. Wir bemerken, dass gegenüber von Indie Campers insgesamt 13x5 neue Säulen aus dem Boden ragen, die vor 2 Wochen noch nicht da waren. Ein letzter Blick in den treuen Camper und ich bin froh - abgesehen von dem gepolsterten Pfahl auf dem Supermarkt am ersten Tag - mit dem Wagen nirgends angeeckt zu sein. José freut sich über den sauberen / entleerten / geladenen / gefüllten Camper und nimmt unsere Mängelliste für den Mechaniker auf, bevor er unser letztes Eis bekommt und uns zum Bahnhof fährt. Aber es gibt etwas, was wir noch nicht wissen …





in Richtung Hotel kommen wir nur mit Bus - und der akzeptiert unsere schöne rote Karte nicht. Immerhin Cash. Wir wandern am Rande des Parque Juan Carlos I - es regnet und der Schirm war doch nicht umsonst im Gepäck - und dem nördlich davon liegenden Corralejos, einem modernen und etwas kalt wirkenden Stadtteil. Hier war ich mal kurz 2009, als ich auf dem Rückflug von Teneriffa ein paar Stunden Aufenthalt hatte.



Wir essen eine Kleinigkeit und laufen zurück zum Hotel. Punkt 14 Uhr checken wir ein und genießen eine lange, heiße Dusche. Das Hotel gibt sich direkt als Airport Hotel aus, ist sehr sauber und ansprechend und bietet einen Shuttle Service an. Nehmen wir.
Derzeit sind Flamenco Wochen in Madrid. „Suma Flamenca“ Es gibt mehrere Veranstaltungen, auch heute. 2 davon liegen direkt an einer Metro-Station - so wie unser Hotel. Damit die guten Klamotten auch nicht umsonst im Gepäck waren, fahren wir zum Teatros de Canal - und bekommen noch 2 Karten für 20 Uhr. Es regnet in Strömen! Man sind wir froh, dass wir 2 Wochen fast nur Sonnenschein hatten. Leider bekommen wir vor dem Konzert um 20 Uhr kein Essen mehr. Umso mehr sind wir hungrig auf die Musik.
Der Sala Negra befindet sich im 5. Stock und es gibt keinen direkten Weg. Der Saal ist wirklich dunkel und das Publikum - ca. 120-150 Leute - recht betagt. Im Hintergrund läuft Musik weinender Männer - wie man sie auch auf einigen der Bilder im Saal erkennen kann. Flamenco, wie er eigentlich nicht mein Ding ist. Aber ich bin ja bereit zu lernen.
Das Licht geht fast pünktlich aus. Foto/Video/Audioaufnahmen untersagt.
Dann geht es los und wenn es so weiter geht ist alles super. Perfektes Zusammenspiel von Klavier, Bass und Percussion. Guter Jazz mit einem Schuss von Friedemanns Aquamarin Zirkus und Quadro Nuevo, also mit arabischen Einflüssen. Leider verstehe ich die Texte zwischen den Songs nicht. Aber Maestro Paco, Wolfgang und Ludwig van fielen öfter in einem Satz, so dass ich mir da einen Reim machen kann. Fast 90 Minuten richtig gute Musik. Jazz vom Feinsten. Vielleicht bin ich ja nach fast 2 Jahren Abstinenz etwas entwöhnt, aber das hat sich gelohnt. Für nur 20€. Und eine CD (Pablo Martín Caminero "Al Touque") nehme ich mit - und die ist ebenso ziemlich gut.


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen