Mittwoch, 6. September 2023

1222m auf- / 1340m abwärts und Demütigungen am laufenden Band

Heute gehen die Herren und Damen getrennte Wege. Meinen Neffen reizt der Aufstieg zum Kreuz Reifhorn (2352 m). Mir reicht die Schmidt-Zabierow Hütte auf 1964 m. Wir stehen extra früh auf, werden zur Lofer Hochalm als Start gefahren und sind schon 7:20 unterwegs. Dementsprechend ist es noch etwas frisch, aber das macht nichts. Bereits nach 250 Höhenmetern raschelt es hinter uns. Eine junge Frau, vielleicht Mitte 30 überholt uns ohne merklich zu atmen. Sowas ist mir früher nie passiert! Und dann noch: sie liest nebenbei auf Ihrem Handy. Im Abstand von 40 m folgt Ihr ein Mann mindestens Mitte 60, vielleicht ihr Vater und überholt uns ebenfalls. So geht das weiter. Die jungschen Typen zählen ja nicht, aber es sind auch ältere dabei. So eine Dame mit Hund.
Immerhin ist der Weg sehr schön, auch wenn er viele Stufen hat - was mich schon an den Rückweg denken lässt. Die Idee, in Höhe der Hütte zu queren und dann ein Stück T4 abwärts zu gehen und in einem Tal östlich raus zu kommen, habe ich längst verworfen. Gute Entscheidung.


Kurz vor der Hütte wird es noch mal richtig anstrengend, weil viel Gestein und Geröll und zu kurze Beine. Und unsere Wege trennen sich. Wenige Minuten später bin ich unter einem schattigen Schirm auf der Hütte und das Radler ist innerhalb von Sekunden halb geleert. Zeit für ein PowerNap.


Während ich schon relaxe läuft mein Neffe die Wand hoch. Mit Fernglas könnte ich ihm zu schauen. Habe Siri schon gesagt, dass sie mich erinner soll, das beim nächsten Mal einzupacken.
Die Gulaschsuppe ist lecker aber salzig, was - wie ich lerne - seinen Grund hat. Nach mir kommt noch eine junge Mutter mit einer etwa 9-10 jährigen Tochter.
Noch ein nicht ganz perfekter Espresso und ich steige ab. Ich wähle den sanfteren Weg, muss mich aber wegen der großen Stufen und meiner Knie zurück halten.
Irgendwann überholen mich die Mutter mit ihrer hüpfenden Tochter und dann auch noch die ältere Dame mit dem Hund. Autsch. Nicht nur auf beim Aufstieg …


Immerhin komme ich ohne Verletzungen und pünktlich am Eisstand an. Ist ja auch schon was.

Und um es vorweg zu nehmen: die Schmerzen in den Knien am Tag drauf sind deutlich weniger als erwartet.
Heute folgen wir der Empfehlung und gehen ins „Dankl“ - und bereuen es nicht.

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