Dann beginnen wir unsere Highlights abzuarbeiten und fangen beim Scott Monument an der Princess Street an. Wir lernen: wir sind voll beim Fringe Festival dabei. Ein Straßen-und-mehr-Fest bei dem an jeder Ecke zu jeder Zeit irgendjemand etwas performed. Musik, Tanz, Comedy, Artistik, Show. Und für viele offizielle Acts muss man auch buchen. Alle möglichen Leute lassen sich alles mögliche einfallen, um die anderen zu beeindrucken - wie bei ROCKHARZ. Immerhin ziemlich amüsant und kurzweilig. Und einige der Strassendarsteller gehen voll mit der Zeit - und akzeptieren nicht nur Cash, sonder auch Karte ...
Und das Zentrum des Ganzen ist die Royal Mile, wie für so vieles. Da gibt es natürlich eine ganze Reihe von Sehenswürdigkeiten, nicht zuletzt Kirchen. Wir schauen uns mal die St. Giles Cathedral an. Ich bin bei Kirchen u.ä. ja immer hin und hergerissen, aber die ist schon beeindruckend. Wir bewegen uns in Richtung Edinburgh Castle und biegen dann zum Grassmarket ab und laufen dann Richtung Dean Village. Das ist schon etwas ab vom Zentrum, die Menschen werden weniger und es ist wirklich sehr nett. Dennoch scheint den Anwohnern die Situation nicht zu gefallen: die Straßen sind gepflastert mit Schilder „For Sale“ und „To let“. Na gut, will ich beides nicht.
Zurück kommen wir entlang der Princess Street an der Floral Clock vorbei und stellen kurz danach fest, dass das Schloss für die nächsten Tage ausgebucht ist. Ärgerlich.
Wir gehen zurück auf die Meile, treffen noch einige halbwegs Verrückte und überlegen, was wir tun sollten und ob sich eine vorläufige Heimfahrt ins Hotel lohnt.
Wir buchen eine „historic underground Tour“ in ca. 1 ½ h - und entspannen in der Zwischenzeit etwas im Princess Park.
Linda macht einen guten Job und fängt damit vor 350 Millionen Jahren an, als ein Vulkan die Grundlage für den Felsbrocken legte, auf dem heute das Schloss liegt und der wurde dann von einer Eiszeit vor ca. 12 Jahren freigelegt und die umliegende Landschaft geformt. Vor knapp 1000 Jahren begann dann die Besiedelung und mangels Kanalisation wurden die menschlichen Ausscheidungen dann bis ins späte Mittelalter einfach aus den Fenstern gekippt.
Bedenkt man, dass die alten Griechen und Römer schon fast 2000 Jahre früher funktionierende Be- und Entwässerungsanlagen hatten, kann man nachvollziehen, warum die nördlicheren Völker als Barbaren galten.
Highlight der Tour sind dann die unterirdischen Räume, die so im 18. Jahrhundert geschaffen und dann für allerlei üble Dinge genutzt und 1860 zugemauert wurden. Die hat man dann vergessen und ein Besitzer hat sie erst mehr als 100 Jahre später wieder entdeckt. Und die Touristen-Touren werden erst seit 1996 (!) angeboten.
Nach knapp 1 ½ h ist die Tour vorbei und wir suchen auf dem Weg zum Auto eine Einkehrmöglichkeit. Eigentlich wollten wir etwas essen, aber bei dem Aushängeschild mussten wir ins Pub. Wir wurden belohnt - neben leckerem IPA - mit einem der Künstler. Es waren quasi Tom Petty, Adele, die 4NonBlondes und mehr gleichzeitig hier. Hat einen guten Job gemacht.
Nach knapp 1 ½ h ist die Tour vorbei und wir suchen auf dem Weg zum Auto eine Einkehrmöglichkeit. Eigentlich wollten wir etwas essen, aber bei dem Aushängeschild mussten wir ins Pub. Wir wurden belohnt - neben leckerem IPA - mit einem der Künstler. Es waren quasi Tom Petty, Adele, die 4NonBlondes und mehr gleichzeitig hier. Hat einen guten Job gemacht.








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