Samstag, 3. August 2024

Unendliche Weiten - oder: heute ist es zum / geht es nach Kotzen

Das wird jetzt die 3. von vermutlich 4 Etappe(n) auf dem Großen Havelländischen Hauptkanal.
Die Idee kam spontan, da das Wetter für morgen eher regnerisch vorausgesagt ist und ein Ausflug mit dem WoMo eher nicht lohnt.
Wie immer bei One-Way Trips stellt sich die Frage: wie kommen Kajak und Auto wieder zueinander? In diesem Fall setzen ein, wo wir vor ein paar Wochen ausgesetzt haben und deponieren dort das Kajak. Einer passt auf.
Das Rad fährt mit dem Auto weiter zum Ziel. Auto bleibt stehen und es wird zurück geradelt. So der Plan - und der funktioniert auch.
Das Ziel ist etwa 16 km entfernt und stellt sich als ziemlich zugewachsenes Wehr heraus - perfekter Einsatzort für die nächste Tour. Und die von Google Maps vorgeschlagene und leicht modifizierte Strecke ist nach rund 38 min auch abgeradelt. Fahrrad angeschlossen und los gehts.

Anfänglich ist der Kanal noch von Bäumen umsäumt. Es ist windstill und nicht zu heiß - perfekt.
Nach rund 6 km kommt ein unerwartetes und wohl noch nicht komplett fertig gestelltes Wehr mit Fischtreppe - und wir müssen gut 100 m Umtragen. Das Aus- und Einsetzen ist etwas beschwerlich.


Dann ist Pause angesagt und zwar genau dort, wo wir auf einer Altherren-Radtour vor ziemlich genau 4 Jahren auch Pause gemacht haben. Und da fällt auf: eine der gerade frisch vom Schuster reparierten Sandalen ist verloren gegangen. Die Dinger schwimmen oben, wir paddeln einen knappen Kilometer zurück und fangen ihn ein.
Jetzt drückt die Sonne und es ist für viele Kilometer kein schattiger Baum in Sicht. Sonst gibt es außer Feldern auch nichts anderes. Außer ein weiteres unerwartetes Wehr. Der Typ am Rande des Wehrs meint dann auch: jetzt ein Red Bull, oder?



Die restlichen 3 Kilometer wird es Dank des Waldes wieder schattiger und nach insgesamt 18 km ist dann auch das Auto ins Sicht. Noch kurz das Rad am Einsatzort abholen und heim geht es. In Lietzow können wir dem Cappuccino und Eis eines echten Italieners an einer schönen Location nicht widerstehen - ebensowenig wie der gegrillten Dorade bei unsere Italiener vor Ort. Nachts fängt es dann kräftig an zu regnen.
Immer schön, wenn alles passt.

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