Sonntag, 6. Oktober 2024

Pflichtprogramm

Athen ohne Akropolis geht natürlich nicht. Vorbereitet mit überteuerten online gebuchten Eintrittskarten und Audioguide pilgern wir zum Eingang und stehen 10:30 wie hunderte andere vor dem Eingang. Der Audioguide soll „location-basiert“ schlaue Hintergrundinfos liefern. Funktioniert eher schlecht als recht und die Übersetzung erfolgte auch mit einem nur bedingt funktionierenden Programm.
Das tut dem Reiz des Ortes ebensowenig Abbruch wie die Menschenmassen. Die verschiedenen Tempel und Statuen sind ebenso beeindruckend wie der grandiose Rundumblick. Der gigantische Parthenon wurde in nur 10 Jahren gebaut. Kaum zu glauben, wie die unzähligen gigantischen Steine irgendwo abgebaut, gezielt behauen, auf den Berg transportiert und punktgenau zusammen gebaut wurden - ohne LKWs und Kräne. Und das vor rund 2500 Jahren.
Ebenso schwer zu verstehen, wie das dann nach Umwandlung in eine christliche Kirche (4. Jhd), eine Moschee (15. Jhd) auch wieder zerstört (17. Jhd) und über viele Jahre ignoriert wurde und die Restauration mit Unterbrechungen seit ca. 100 Jahren läuft - obwohl es heute sicher entsprechende Hilfsmittel gibt.




Wir speisen noch einmal im Stadtteil Plaka - dieses Mal Spaghetti - und tun uns dann passend dazu auch noch das Römische Agora an. Eine Ausgrabung, die ein rund 2000 Jahre altes römisches Verwaltungsgebäude frei gelegt hat. Wäre sicher auch ohne so viele Säulen und Marmor denkbar gewesen. 
Danach ist es Zeit für eine Siesta. Und anschließend geht es auf eine von ChatGPT empfohlene, 2km lange und schweißtreibende Wanderung auf den 150 m höheren Gipfel Lycabettus. Die Idee hatten andere auch und alle drängeln sich, den Sonnenuntergang zu fotografieren. Wir auch. Danach ein letzter Stopp in einer Kneipe, die sich rühmt, mehr als 500 Biersorten im Angebot zu haben. Da möchte man nicht für die Logistik verantwortlich sein.


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