Samstag, 26. Oktober 2024

Totale Entspannung und herausfordernde Tour

Gestern war die Haveltherme angesagt - damit fing 2024 auch an. Bachs Wohltemperierte Klavier auf einer wohltempererierten Liege unter blauem Himmel und danach ein wohltemperiertes Weizen an der Bar im wohltemperierten Pool. Nach 13 Stunden und 8 Aufgüssen - einem im neuen Saunaschiff - war es dann genug.


Der Wetterbericht für heute klang super und da wollten wir etwas angehen, was schon lange auf der Liste stand: die Oranienburger Nord-Runde.
Und die hat mit unbekannten Ein- und Aussatzorten und zwei Schleusen gleich mehrere Hürden. Der Einsatzort war dann aber unerwartet doch einfacher als gedacht und es folgen rund 4 entspannte Kilometer auf der Schnellen Havel Richtung Norden. Niemand auf dem Wasser. Während die Havel weiter nach Norden geht - wieder eine Idee für eine neue Tour - biegt der Malzer Kanal rechts ab. Die ehemalige Schleuse ist nach einem weiteren Kilometer erreicht - und hier muss echt rund 200 m umgetragen werden, denn der Werft/Yachthafen bietet keine andere Option.



Rechts ab auf den Havelkanal haben wir ein schlechtes Timing, weil ein langsamer polnischer Transporter die Luft verpestet. Wir machen Pause und erwischen den später erst wieder kurz vor der Lehnitzschleuse. Auch an der müssen wir wieder locker 200 m umtragen. Leider sehe ich zu spät, dass es zwischen den beiden - der alten und der neuen - Schleuse eine Lorenbahn zu geben scheint.



Damit haben wir uns das Essen im absolut empfehlenswerten Hafenrestaurant Lubea wirklich verdient. Kurz danach ist der Lehnitzsee geschafft und es geht rechts wieder auf die Schnelle Havel in Richtung Innenstadt - die hatten wir schon ein paar Mal. Nach Innenstadt, Yachthafen und Baustelle der neuen Schleuse - vor ein paar Jahren war hier noch Wald und dann Kahlschlag - fahren wir bis zum Wehr und trauen uns nicht auszusetzen.


Schade, kurz vor dem Chinesischen Restaurant hätte es super gepasst, wie wir später sehen. Kurz vor Sonnenuntergang sind wir auf dem Heimweg und fühlen uns echt gut.
Eine gute Stunde später dirigiert dann Daniel Barenboim noch Beethoven und Brahms live im Wohnzimmer. Was will man mehr.

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