Geht nur mit Führung, der nette ältere Herr, der die durchzieht, ist betont cool und zeigt seinen großen Wissens-Schatz ziemlich offensichtlich. Komplexe Zusammenhänge, insbesondere was die Entstehung und Weiterentwicklung der Höhle angeht, bringt er in wenigen Worten auf den Punkt. Fertig!
Na gut, hat er bestimmt schon 1000 Mal gemacht. Ich lerne: Anhydrit kann ganz schön gefährlich sein.
Im Gegensatz zu vielen anderen ist die übrigens keine Tropfsteinhöhle, also nix mit Stalaktiten und Stalakniten. Dafür steht halt am Ende der Sessel von Barbarossa mit der toll hinterleuchteten Krone.


Wir sind also im kleinsten deutschen Mittelgebirge: dem Kyffhäuser. Was machen wir nun? Es gibt eine Radtour drum herum - ca. 35 km - aber so toll sieht das Wetter eigentlich nicht aus. Egal. Wir ziehen das durch. Die zu absolvierenden Höhenmeter sind moderat und wir haben anfangs noch gut Rückenwind. Läuft. Dann haben aber weder die Gaststätten in Bad Frankenhausen noch in Udersleben oder Ichstedt geöffnet - und es beginnt zu nieseln. Dazu dann ab jetzt Gegenwind.
Im Kirschcafe in Tilleda, etwas abseits des offiziellen Radwegs, werden wir dann aber fündig und haben von dort zudem noch einen schönen Blick auf das Kyffhäuser-Denkmal.
Die 1965 aufgehende Sonne stammt zwar nicht von mir - aber ich kann mich damit durchaus anfreunden...
Auf dem Rückweg kommen wir noch kurz an dem Campingplatz der vergangenen Nacht vorbei und es werden dann rund 40 km einmal um den Kyffhäuser herum.


Und jetzt noch einmal mitten durch, denn wir wollen zum Kyffhäuser-Denkmal und kommen dort um 17:37 an. 7 Minuten zu spät, denn ab 18 Uhr ist zu und ab 17:30 kommt keiner mehr rein. Ärgerlich. Uns bleibt nur der Blick aus der Froschperspektive. Schade.
Wir überlegen, ob wir noch irgendwo auf den rund 250 km Heimweg Station zum Übernachten machen, entscheiden uns aber dagegen. Gut so, sonst wäre es tags drauf daheim extrem hektisch geworden.
Wir überlegen, ob wir noch irgendwo auf den rund 250 km Heimweg Station zum Übernachten machen, entscheiden uns aber dagegen. Gut so, sonst wäre es tags drauf daheim extrem hektisch geworden.


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