Sonntag, 21. September 2025

Erinnerungen

Was machen wir heute? Es soll noch mal schön werden, man könnte sich wieder in die S1 setzen und noch eine Runde von Dresden nach Meißen paddeln. Aber nach 29 km vorgestern und 25 gestern und angesichts der Wanderung zum Bahnhof ist die Lust darauf nicht so groß. Das kann man ein anderes Mal machen, denn Meißen lohnt definitiv einen weiteren Besuch.
Wir holen die Räder raus und entscheiden, am westlichen Ufer Richtung Dresden zu radeln. Trotz Gegenwind nehmen wir nicht die Brücke bei Coswig, um am östlichen zurück zu fahren, sondern ziehen das wieder - der Weg ist super ausgebaut - bis zur Brühlschen Terrasse durch.
Und noch weiter. Mich überkommt ein Anfall von Nostalgie und wir radeln über die kaum wieder zu erkennende Prager Straße zum Dresdner Hauptbahnhof und dann auch gleich weiter zum Gebäude der ehemaligen Verkehrshochschule, wo ich das Studienjahr 86/87 verbrachte. 


Dann muss natürlich auch noch ein Abstecher zum Gutzkow-Palast - meinem damaligen Wohnheim - sein. Die Straßen füllen sich mit Leuten, die alle ein gelbes Shirt anhaben und zielgerichtet in eine Richtung gehen. Es steht wohl bald ein Fußballspiel an. Nichts wie weg hier.
Im "Hofbräu zur Frauenkirche“ gibt es erst einmal ein Russ’n Maß und einen leckeren Salat, bevor wir den Heimweg am östlichen Ufer antreten. 


Das Navi schickt uns quer durch die Stadt, wo wir tags zuvor lang gefahren sind. Wir biegen zu unserer gestrigen Aussetz-Stelle ab, nur um in Radebeul dann wieder vom Elbradweg fort geschickt zu werden. Denn der ist gesperrt - wegen einen Weinfestes und man kommt nicht durch und die Umleitung ist verdammt mies ausgeschildert und führt uns recht weit von der Elbe weg. Der Wind hat gedreht und kommt wieder von vorn und einem Rad geht der Akku aus. Suboptimal.



Kurz vor Meißen brauchen wir noch einen Stopp an einer ehemaligen Tankstelle. Der Radler verdunstet im Nu und dann haben die einen "Cafe con leche“ im Angebot. Den brauche ich, dachte ich. Auf Nachrage bei der Dame erfahre ich, dass sie nie in Spanien war und nur das Rezept irgendwo gelesen hatte und toll fand. Nun ja, ich kenne das anders - aus Spanien. Egal, schmeckt trotzdem.
Wir kommen gut an, verstauen die Räder und treten den Heimweg über die Bundesstraße an - gute Idee, denn um Berlin ist die Autobahn mal eh wieder gesperrt.

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