Es wird wieder eine sehr würdige Trauerfeier, die viele Erinnerungen weckt ..
Aber was heute ansteht ist die Seebestattung meiner Mutter. Es wäre ihr 88. Geburtstag gewesen. Wir, eine gute schon lange in Berlin lebende Freundin aus Neuseeland und Bekannte aus Potsdam fahren schon am 1. Mai hin.
Dieses Jahr ein durchaus stressiger Tag, denn üblicherweise gibt es selbst gebackene Hackbällchen und ich bade am 1. Mai im Nymphensee an, Machen wir auch dieses Jahr - trotz des noch recht kalten Wassers klappt das auch und ich schwimme sogar um beide Inseln. Von wegen es gibt keine Helden mehr …
Und dann ist da noch der 60. Geburtstags einer unserer Segler, den wir vorzeitig verlassen müssen. Aber morgens erst los zu fahren und zu riskieren, um 11 Uhr nicht am Hafen zu sein, war keine Alternative.
Wir parken direkt am Hafen neben dem Vinetablick - hier hatte ich schon mal ein Abi-Treffen.
Kurz nach 10:30 sind fast alle da - wir werden rund 20 Leute. Das Schiff könnte bis zu 200 vertragen. Offensichtlich sind Seebestattungen durchaus im Trend. Auf Nachfrage sagte man uns, dass es ca. 10 pro Woche sind.
Die Fahrt in den Grabow, wo die Bestattung stattfindet, dauert ca. 45 Minuten. Es gibt klar festgelegte Stellen für die Bestattung und was verwendet werden darf - keine Kränze und Blumen. Viele haben Tränen in den Augen, aber alle stimmen zu, dass dies sehr bewegend und unvergesslich bleiben wird. Vielleicht kann man das in dem kleinen Video erahnen.
Für die Rückfahrt haben wir Kuchen besorgt und an Bord gibt es Kaffee und Getränke. Alles passt und uns fällt ein Stein vom Herzen.
Das Wetter ist schön, wir holen die Räder raus und versuchen noch jemanden in Zingst zu besuchen - leider erfolglos. Dafür gibt es am Hafen wieder leckere Fischbrötchen und wir treffen unsere Neuseeländerin mit Ihrer Nachbarin auf ein Bier. Und wenigsten die Füße schaffen es noch in die Ostsee - genau an der Stelle, wo ich schon im zarten Alter von 14 immer gebadet habe ...
Zum Abendessen treffen wir uns im Vinetablick gleich neben dem parkenden WoMo. Als ich gerade meinen Kapitänsteller und das 2. Schöfferhofer fertig hatte, kommt ein Freund vom Abi mit seiner Frau und Schwester, den ich letztes Jahr zum 60. in Schwerin besucht hatte. Und dann noch einer mit seiner Frau, die auch da waren. Wir bleiben bis Mitternacht im Jambolaya und haben einen unerwartet schönen Abend.
Die Rückfahrt ist wie erwartet dank des langen Wochenendes etwas zäh, aber es klappt alles.
Und nachdem die Box für die UNO Flüchtlingshilfe dann ein paar Tage später in der Berliner Philharmonie abgegeben ist, die Webseite vervollständigt ist, haben wir (fast) einen Abschluss gefunden. Eine kleine Sache steht noch an ...
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