
Selbst die Orte an der B105, auf der ich ja häufig hin und her pendelte, wecken kaum Erinnerungen. Aber natürlich erinnere ich mich an den 11.11.1989, als wir abends überlegten, was wir tun sollten und dann die Ersatztanks für den Trabi füllten und nachts um 3 zu viert Richtung Lübeck aufbrachen. An der Grenze - den Ort passierten wir gerade - stand eine Schlange an Autos und irgendwann hörten die Grenzpolizisten auf zu kontrollieren und es ging nach Lübeck rein. Da säumten Menschenmassen an der Straße - morgens zwischen 5 und 6! - und ich beschloss: wir fahren weiter nach Hamburg. Dort standen wir dann im Supermarkt kopfschüttelnd vor der Riesenauswahl an Joghurts, besuchten alle noch Verwandte und kassierten jeder noch die 100 DM Begrüssungsgeld im Arbeitsamt. Ich frage mich echt: wie haben wir das damals alles gefunden? Ohne Navi und richtige Karten. Zurück in Wismar auf der Party in der Mensa zum 11.11. hatten wir jedenfalls viel zu erzählen.
Viel zu erzählen haben wir uns auch mit meiner ehemaligen Kollegin. Die war immerhin rund 10 Jahre bei der BSH im User Interface Team und hat sich dann entschieden, mit ihrem Mann und zwei Teenager-Kindern nach Lübeck zu ziehen. Und wie ich hörte, sind 2 weitere Ex-Kollegen auf dem Sprung. Die Stadt ist wirklich sehr angenehm. Die Innenstadt wird von der Trave umflossen und an vielen Stellen sind Wiesen, die gut besucht sind. Wir sind zu dem anderen kleinen Fluss - der Wagenitz - gelaufen und schauen aus dem Liegestuhl mit Radler in der Hand aufs Wasser. Nach einer kurzen WoMo Inspektion - für Ihren 2 m hochgewachsenen Mann eher eine Nummer zu klein - streifen wir dann noch durch die City und kehren zum Abendessen ein. Richtige WoMo oder Campingplätze gibt es in der Stadt nicht, dafür jede Menge Parkplätze, auf denen man übernachten darf - und das machen auch viele. Der am Mühlensee ist absolut ok und der perfekte Ausgangspunkt für morgen …



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