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Montag, 27. Juli 2026

Eigentlich schade um die Zeit

Heute ist Montag - und ich bekomme doch wirklich um 7:35 eine Antwort von Check24. Sieht so aus, als ob da wirklich am Wochenende nicht gearbeitet wird und die überforderte KI keine Hilfe ist. Na ja, die kurze Mail war auch keine, denn Check24 weist alle Verantwortung von sich und verweist an Air Corsica. Also brauche ich den Vormittag Zeit und kämpfe an 3 Fronten:
- böse Email an Check24: so geht das nicht!
- eine (zunächst) freundlichere an Air Corsica mit der Bitte um Lösungsvorschläge
- einen Anruf bei Lufthansa, was das Umbuchen auf einen späteren Flug kostet. Ernüchterndes Ergebnis: 370 € - pro Person, also mal 4.
Prophylaktisch schreibe ich auch meine Rechtsschutzversicherung an - nur für den Fall, dass ich richtig böse werde - und um die hoffentlich positive Antwort gleich den nächsten Schreiben beifügen zu können. Damit ist der Vormittag fast rum, aber heute macht eh jeder sein Ding. Gut so.
Wir entscheiden uns, an einen anderen Strand an der Westküste zu fahren - nach Villanova. Da liegen eine ganze Menge SUPs, Kajaks und Motorboote am Strand - aber so richtig schön sind weder Strand noch das Wasser, denn es sind viele scharfkantige Felsen und Steine. Wir entspannen so etwa 2 Stunden.


Wieder im Hotel wartet eine weitere Email von Check24. Die ist deutlich länger und entschuldigend, erklärend - ich wette, KI generiert.
Wie krank ist das? Erst nutzt einer die KI, um eine ausführliche E-Mail zu schreiben und dann nimmt der andere die KI, um sie zusammenzufassen und die Fakten zu extrahieren. Beides verbraucht Rechenleistung, Energie, neue Rechenzentren …
Wäre klar und effizient zu kommunizieren nicht die bessere Lösung? 
Nun ja, sie bieten an, den Rückflug bei Lufthansa zu stornieren, dann kriegen wir wenigstens die Steuer von 4 x 67 € zurück. Sollen sie machen ...
Und auch der DAS Rechtsschutz hat sich gemeldet und gibt die Deckungszusage. Immerhin.

Für den Abend haben wir uns an der Kathedrale in Ajaccio verabredet - und dieses Mal kommen wir auch alle rein. Die gut 3,5 km vom Hotel gehen wir zwei dieses Mal zu Fuß und kommen an einem Strand mit tollem Namen vorbei. So voll wie ich es erwartet hatte, war es da dann dort aber doch nicht.


Wir sind die ersten, und da Napoleons Geburtshaus um die Ecke ist, muss ich auch dort noch einmal hin. Das Kollektiv entscheidet sich letztendlich für das Sushi Restaurant "Sushi Shop". Nun ja, die sind wohl eher ein Lieferdienst, machen aber extra einen Tisch für 7 frei. Wasabi und Ingwer aus kleinen aufzureißenden Taschen, die an Feuchttücher erinnern ist wirklich gewöhnungsbedürftig und nicht richtig lecker. Immerhin werden alle satt. 


Zurück im Hotel erwartet mich noch Chris, der Australier, der mir beim Frühstück die Bilder seines Lebens in die Hand gedrückt hat. Die gebe ich ihm auch gleich zurück und er erzählt mir das, was er schon tags zuvor beim Frühstück erzählt hat - und auch genau so anderen Gästen erzählte, wie ich nebenbei mitbekam. Ich hätte da eine recht klare Diagnose für den Anfangszustand eines Leidens, aber erfahre in den 2 h dann doch noch einiges mehr. Nach Mitternacht muss ich ins Bett, denn morgen steht wieder eine Tour auf dem Plan.

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