Ersterer ist ein alter Tagebau, der seit einigen Jahren geflutet wird und am Ende der größte künstliche deutsche Binnensee werden soll.
Es gibt einen etwas optimistisch anmutenden Masterplan, in dem die Stadt Cottbus bis 2050 symbiotisch und CO2 neutral bis zum See wachsen soll. Wir werden sehen. Auf jeden Fall ist das Ganze ziemlich beeindruckend. Wir parken am Lakoma Aussichtspunkt und halten dann am Aussichtspunkt bei Merzdort, der seinen Namen verdient.
Von dort hat man nach 173 Stufen auf 34 m einen wirklich guten Blick auf den See - vom Kraftwerk Jänschwalde im Nordosten über die Windräder im Osten bis zum noch wenig besonderen Süden.
Ein halbes Dutzend ausführlicher Schilder informiert über die Geschichte, den Plan und den aktuellen Stand. Seit 2018 wird der aufwendig umgebaute Tagebau schon mit dem Wasser der Spree geflutet, so genug vorhanden und das soll bald abgeschlossen sein.
Ich mache Fotos von den Plakaten, denn wir haben keine Zeit: laut Regenradar soll es in rund 2 h regnen - und da wollen wir rum sein.
Eigentlich nicht schlimm, aber nicht überall ist der Weg schon ausgebaut und mangels fehlender Informationen verfahren wir uns auch 3 Mal kurz.
Wir stoppen ab und zu, so auch an einem Ort, den es von 1498 bis 1986 gab und der dann dem Tagebau weichen musste und ich frage in die Runde: wie hoch mag die Wahrscheinlichkeit sein, dass wir damals Briketts verbrannt haben, die genau hier ihren Ursprung hatten? Wir sind uns einig: ziemlich hoch.
Es werden rund 27 km und wir werden nicht naß - dafür geht es komplett im Regen nach Hause.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen