Eigentlich ist der Radweg verhältnismäßig gut ausgeschildert. Dennoch gab es immer wieder Gegenden, wo die passenden Schilder entweder fehlten oder völlig deplatziert waren. Ja, ich glaube sogar, man wird manchmal vorsätzlich in die Irre geführt. So z.B. in Kirchentellinsfurt, wo ich mich den Berg hinauf quälen musste, um dann festzustellen, das ich falsch lag ...
Alle paar Kilometer gibt es jetzt nette kleinere Städte, wie z.B, Reutlingen, wo der Neckar schon zu einem ziemlich breiten Fluss angewachsen ist.
Den nächsten Stopp mit einem Strudel und Cappucino gab es aber erst in Nürtingen. Auch hier: keine Chance auf den Turm der St. Laurentius Kirche zu kommen.
Bei den Brücken über den Fluss gibt es jedenfalls ziemlich Abwechslung wie hier in Wernau oder Plochingen.
Inzwischen kam ich meinem Tagesziel - Esslingen - näher. Bei einem Stopp in einem Biergarten in Plochingen wollte ich dann endlich eine Übernachtung klar machen. Einzelzimmer für eine Nacht nicht unter 90 €, zumindest in der Nähe des Neckars.
Dann ein "Privatzimmer" für 45 €. O.k. Der Radweg kurz vor Esslingen ist nicht schön, führt teilweise direkt an der Bundesstraße entlang und ist schlecht ausgeschildert. Ich glaube sogar, ich war hier schon einmal mit dem Rad unterwegs.
Mein Host für das Privatzimmer für diese Nacht - ein junger, sympathischer Typ mit sichtlichem Migrationshintergrund - zeigt mir mein Zimmer mit WC und Dusche überm Flur. Kein WLAN, kein Frühstück und das - kleine - Handtuch gibt es für 5€ extra. Ja, ich glaube, ein Wohnmobil macht auf Dauer durchaus Sinn ...
Hier in Esslingen habe ich mich mit einem Freund aus Dresdner Studienzeit verabredet und gemeinsam versackten wir in der "Weinstube zum alten Haus". Die gute Seele des Hauses - Angie - konnte gar nicht von uns (insbesondere meinem Freund) lassen, und so wurde es recht spät und wir erfuhren viel über die Weinstube ...
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