Ich beschloss, erst einmal zu Fuß in Richtung Süden zu laufen. Erstes Ziel: Nationaltheater / Nationale Konzerthalle. Beides war wie vermutet geschlossen, aber sehr fotogen. Dabei lernte ich, dass kommenden Samstag das China Philharmonic Orchestra mit Paloma So hier spielen wird. Diese 11 jährige chinesische Violinistin habe ich gerade vor 1 Woche in der Philharmonie gesehen!
Am gleichen Platz thront ein erst etwa 35 Jahre alter Koloss: die Chiang-Kai-Shek Gedächntnishalle. Zu Ehren eine politischen Führers, der Taiwan nach dem 2. Weltkrieg prägte. Eine riesige, bronzene Statue mit Wachen davor, die sich stündlich mit einer etwas lächerlich wirkenden Zeremonie abwechseln.
Neben der riesigen Halle bietet der Bau aber auch einige Seminar und Konferenzräumeund mehrere Ausstellungen u.a..ein zu bedeutenden Kalligraphen. Und da steht man nun vor diesen Tafeln mir nur wenigen Zeichen drauf und fühlt sich extrem blöde. Mangels englischer Übersetzung um so mehr.
Dann ging es weiter zum Teipeh 101 / World Trade Center. Dieser mehr als 500m hohe Turm war einmal das höchste Gebäude der Welt und natürlich musste ich letztendlich auf die Aussichtsplattform. Im unteren Geschoss gibt es neben Geschäften der nobelsten Modemarken weitere riesige Shopping und Fressmeilen. Dem gleichnamigen Eingang einladenden Apfel könnte ich nicht widerstehen und hatte erstmalig das iPhone X in der Hand - blieb aber standhaft.
Stattdessen ging es gleich, noch vor dem Mittag, auf die Plattform in 380 m Höhe. Eine weise Entacheidung, denn die Schlange als ich wieder unten ankam war locker 4 mal so lang - das hätte Stunden gedauert. Der Lift hat es in sich und der im 88 Geschoss zu sehende Wind-Dämpfer ist beeindruckend. Auf YouTube kann man sich den bei einem Taifun und Erdbeben in Aktion ansehen. Die Leute wollten sich das Ding nur anschauen, dann gab es plötzlich ein Erdbeben und sie haben die Funktinsweise gesehen...
https://youtu.be/sAl1sgkNmiA
Leider war das Wetter und damit die Aussicht nicht perfekt. Immer wieder zogen Wolken vorbei und verschleierten die Sicht. Aber ich konnte schon gut erkennen, wie die Silouette der Stadt schnell in eine grüne Landschaft übergeht.
Und noch eine Gedenkhalle. Dieses Mal für Sun, Yat-Sen. Der war etwa 50 Jahre früher dabei das Geschick Chinas zu lenken. Die Anlage ist ähnlich pompös.
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