Und das war auch gut so, denn ein Typ vor mir in der nur aus 3 Wartenden bestehenden Schlange hat den Schalter ungelogen 25 Minuten blockiert. Keine Ahnung worüber der mit der Ticketverkäuferin in aller Seelenruhe diskutiert hat. Andere schaffen in der Zeit ihre Steuererklärung.
Die Überfahrt dauert knappe 20 min und man merkt sofort, dass auf dieser Insel mehr Leben ist, als auf Pico. Eher wie São Miguel. Die Highlights aus dem Reiseführer versuche ich abzuklappern, aber in die Kirchen komme ich nicht rein. Interessant der ziemlich edel angelegte Herrenclub „Sociedade Amor Da Patra“. Wüsste gern mal, was da abgeht...
Immerhin komme ich in Peter‘s Sport Café, das dieses Jahr 100 wird und offensichtlich eine Institution für Skipper im nördlichen Atlantik ist. Aber das empfohlene Walmuseum im ersten Stock hat Sonntags leider auch geschlossen. An Decke und Wänden ist jedenfalls keine freie Fläche mehr.
Am südlichen Rand der Stadt gibt es 2 Berge und einen weiteren Hafen und von dem Monte Queimado hat man einen schönen Blick auf die Stadt.
Auf dem Rückweg komme ich noch an dem noblen und von Efeu umrankten Restaurant/Hotel Pousada da Santa Cruz vorbei, welches laut Reiseführer früher eine Festung zur Verteidigung der Stadt war. Das hat offensichtlich nicht immer funktioniert, denn das Forte de Santa Cruz wurde wohl 1567 von Walter Raleigh eingenommen. Nun ja, ich habe mich belesen.
Ein letzter Cappucino an der Marina für 1,30€ - in Rom hatte ich mal einen für 7,50€ - und es geht entspannt mit der Fähre zurück nach Madalena. Im Restaurante A Parisiana suche ich mir ein Stück Fisch aus und lasse es mir grillen. Gute Wahl und über Faial geht die Sonne unter, während in der anderen Richtung der Mond neben dem Pico hängt.
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