Mittwoch, 4. Juli 2018

Die Saalemündung und Fazit

Ich höre auf die Dame an der Rezeption und decke mich im Penny mit Wasser und etwas Nahrung ein, denn auch der letzte Abschnitt soll stellenweise Wüstencharakter haben. Kurz vor Calbe wird wegen einer Baustelle wieder eine Umleitung ausgeschildert. Da führen die den Radweg echt in einer ca. 8 km langen Umleitung über eine Schotterpiste durch ein Feld. Ich konnte es nicht glauben. Auch nicht, das ich nach einem Abstecher nach Calbe nicht wieder auf die rechte Seite der Saale kam, da die Fähren nur kurz morgens und nachmittags gehen.
Und kurz darauf gibt es eine weitere Umleitung von ein paar Kilometern. Das macht wirklich kein Spass. Bis nach Barby verfahre ich mich noch einmal und habe es dann aber geschafft: ich sehe die Saale in die Elbe münden. Das nett anzuschauende Schützenhaus ist leider geschlossene Gesellschaft und die gut 15 km bis Schönebeck auf dem Elbe-Radweg ziehen sich ganz schön hin. Der Weg führt größtenteils entlang einer von vielen Brummis befahrenen Landstraße und ich bin froh, in Schönebeck mein Bahnticket zu lösen und noch Zeit für ein Essen im gegenüber liegenden Biergarten zu haben. Die Rückfahrt nach Halle und Autofahrt nach Hause klappen dann auch problemlos.




Verglichen mit dem Neckarradweg hat die Saale keine Chance. Auch wenn es viele schöne und gut ausgebaute Strecken gab bleibt vor allem die Erinnerung an einen etwas lieblos ausgebauten Radweg. Die offizielle Webseite schreibt zwar schon, dass einige Strecken eher für sportlich ambitionierte Biker sind, streicht aber auch immer wieder den Familiencharakter des Weges heraus. Das kann ich nicht ganz nachvollziehen. Auf jeden Fall war es ein gutes Training und die tolle Gegend bei den Stauseen macht auf jeden Fall Lust, hier mal mit dem Kajak hin zu fahren…


 












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