Dienstag, 3. Juli 2018

Ein unerwartet langer, harter Ritt

Der nächste Halt ist Bad Dürrenberg. Hierhin hätte ich es gestern noch gern geschafft. Der Kurort verdankt seinen Ritterschlag u.a. einem einem 600 m langen Gradierwerk, das ich mir genauer anschauen wollte. Hatte so etwas vor nicht allzu langer Zeit schon einmal in Bad Salzuflen gesehen, aber dieses ist etwas imposanter.






In Merseburg wird es dann Zeit, die Flüssigkeitsreserven aufzufüllen und gute 1 ½ Stunden später sitze ich dann schon im Rossini auf dem Marktplatz in Halle.




Der Weg dorthin war nicht so schön, denn der Radweg im Süden Halles ist gesperrt und wird quer durch die Stadt geleitet. Auch ein 2. Versuch, doch auf den Weg zu kommen misslingt. Kurz am geparkten Auto angehalten bemerke ich einen Zettel an der Scheibe: ich habe die Stadtreinigung, die hier montags ihren Job macht ignoriert.
Jetzt, so gegen 14:30 ist es eigentlich zu spät für die weiteren 60 km der nächsten Etappe nach Bernburg. Aber auch zu früh, um hier Quartier zu beziehen. Irgendetwas wird sich schon auf dem Weg finden. Dachte ich, nicht ahnend dass zwischen den beiden Orten quasi Wüste ist. Die Anrufe auf halbem Weg waren jedenfalls erfolglos und auch die Suche nach Gasthöfen gestaltet sich schwierig. In einem Gasthof in Trebnitz bekomme ich immerhin eine Bockwurst und genug zu Trinken und buche ein Zimmer - in Bernburg. Es ist gegen 18 Uhr und ich habe noch gut 15 km zu fahren. in Summe stehen dann abends ungefähr 115 km auf dem Tacho. Das Slotel in Bernburg ist ausgewiesenes Budgethotel, aber besser als manch andere Unterkunft. Mit schönen Blick auf die Saale schmeckt das Abendessen hervorragend.


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