Auch der zweite Flieger ist rappelvoll, aber da ich müde bin, falle ich nach dem Essen ohnehin in ein kurzes Koma.
Nach weniger als 3 Stunden sind wir dann am Kilimancharo Airport. Die Schlangen vor der Visaausgabe - kostet 50 U$ - geht nur langsam voran. Dann läuft jemand mit einem Chamäleon Schild herum, sammelt die Anträge ein und kommt nach wenigen Minuten mit undefinierbarem Zettel zurück. Bei der Einreise werden dann noch alle (!) Finger gescannt und ein Foto gemacht. Jetzt bin ich in Tansania.
Und die erste Hälfte der Gruppe habe ich gefunden. Der Rest wartet schon draußen, ebenso wie unser Guide Nelson, der sehr gut Deutsch spricht und immer einen flotten Spruch auf Lager hat, was wir schon nach kurzer Zeit lernten. 3 Pärchen und ein Vater mit Sohn, so sieht unsere Gruppe aus. Alle - bis auf den Sohn - so zwischen Dreißig und Mitte 50 in etwa. Soviel ist klar: das wird kein Hummeldumm.
Leider verpasse ich es, noch nach einer SIM-Karte zu schauen, aber Nelson meint, die gäbe es auf dem Flughafen nicht. Zwei wartende Busse bringen uns in gut eineinhalb Stunden - ich falle mehrmals in einen Sekundenschlaf - ins Shumata Camp. Wie es heisst, hatte der Sohn von Hardy Krüger beim Aufbau seine Finger im Spiel. Der Gipfel des Kilimanjaro ist keine 40 km entfernt, die Grenze zu Kenia gerade einmal 20. Die massiven Zelte mit gemauertem Bad und hüfthoher umgebender Mauer sind geräumig und luxuriös ausgestattet. Es gibt 5 davon und sie sind jeweils einige zig Meter voneinander entfernt. Das Wasser wird tagsüber durch Kollektoren erwärmt und dank des nach oben offenen Bades kann man beim Duschen die Sterne sehen.
Das WLAN funktioniert leider nicht und um seine Geräte aufzuladen muss man leider in das Zentralgebäude. Vor dem leckeren 3 Gang Abendessen müssen wir - mit Nelson und 3 weiteren Massei - natürlich noch auf den nächsten Aussichtspunkt zum Sonnenuntergang mit entsprechendem Sundowner. Der Kili versteckt sich hinter Wolken und auch der Mount Meru (der schwarze Berg) zeigt nur kurz seinen Gipfel. Danach fallen wir alle um und gehen ins Bett, denn um 5:45 soll es morgen los gehen.
Ja, SIM-Karte gab es damals nur in Moshi und der Kauf und die Aktivierung hat Stunden gedauert. Die anderen Reisezeilnehmer waren schon sauer auf mich, ohne dass sie mich kannten...
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