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Dienstag, 24. Dezember 2019

Fazit und Lessons learned

Es hat alles gut geklappt, Tegel empfing uns mit tollem Sonnenschein bei super Sicht und die Heimfahrt in meinem 14 Jahre alten Auto fühlte sich nach 2 Wochen Wrack himmlisch und geräuschlos an. Die Flüge, die Autos, die Unterkünfte - (fast) alles hat super geklappt. Wir haben Sydney bei blauem Himmel erlebt, in Ayers Rock waren es unter 40 Grad, dafür war es in Tasmanien - abgesehen von 2 Nächten - deutlich wärmer als befürchtet und die dramatischen Buschfeuer haben uns nicht behindert. Das hätte auch anders sein können. Etwa 14 Tage nachdem wir durch Adelaide, Melbourne und Kangoroo Island tourten, wüteten sie auch dort. Die Feuer waren jeden Tag das Topthema in den Nachrichten. Sie sind viel verheerender als jemals zuvor. Wenn man über das Land fliegt, wie vorgestern von Hobart nach Sydney, sind sie nur allzu offensichtlich und machen schon Angst. Und der Sommer beginnt hier gerade erst. Auch die Klimawandel-Diskussionen gibt es hier noch nicht so lange. Wenn man sich die Landwirtschaft mit ihren vorwiegend auf Methan rülpsenden und pupsenden Rindern setzt, den Kohleabbau und auch das generelle Verhalten der Menschen anschaut - wir haben echt viele Leute auf den Fähren gesehen, die ihr Auto laufen ließen! - ist das viel zu spät und ein Verständnis dafür nicht wirklich ausgeprägt. Ich wurde einmal Zeuge von Stammtisch-Gesprächen und das klang, als ob man der AfD zuhört: es sind die Inder und Chinesen. Dass deren Pro-Kopf-Ausstoß nur ein Bruchteil von dem der Australier beträgt, hat man auch hier nicht verstanden. Traurig. Wie auch immer, es gibt jedenfalls ein paar Merker für die nächste Reise: 
  • Australien ist nach wie vor ein tolles Reiseziel  und wenn der lange Flug nicht wäre... immerhin: Qatar Airways kann man ohne Einschränkungen empfehlen, auch Virgin Australia war ok. Jetstar, naja ...
  • Entweder ist hier alles deutlich teuerer geworden, der Umtauschkurs mit Einführung des Euro falsch berechnet worden oder meine Ansprüche sind in den letzten 20 Jahren deutlich gestiegen. Wer mal eine Entziehungskur machen will ist hier richtig. Ok, es reicht auch nach Norwegen oder Schweden zu fahren. Das Bier kostet zwischen 8 und 12 A$, ein kleines. Im Supermarkt das Sixpack mit 0,34l - 20A$. Wein startet ab 12A$. 
  • Eine SIM Karte gleich am Flughafen ist ein Muss. Von den 35 GB für 25 A$ haben wir 17 verbraucht. Vodafone war nicht schlecht, aber überall hörte man, dass Telstra eine deutlich bessere Abdeckung hat. Hätte ich eigentlich wissen müssen. 
  • Wenn man ein WoMo bucht: Alternativen prüfen und sich nicht über den Tisch ziehen lassen! 
  • Linksfahren - auch mit WoMo und Gangschaltung ist nach wie vor kein Problem 
  • Rad fahren kann man nicht wirklich empfehlen. Es gibt so gut wie keine Radwege und nur manchmal Radspuren direkt auf dem Highway. Aber wer will das? 
  • Niemals auf dem Flughafen Geld tauschen und wenn sie einen Discount auf einen größeren Betrag anbieten, umso weniger. Besser: 
  • Bei Westpac (die gehören zum Cahpool wie Deutsche Bank, Commerzbank usw.) kann man (immer noch) mit EC Kate kostenlos Geld holen. Nur gibt es die nicht so oft und wo Google die verortet 
  • Ein einziger Tag am Ayers Rock ist - auch für jemanden, der schon da war - zu wenig. Lieber 2-3 Tage und dann in einer Cabin einmieten 
  • Ein Tag nach Coober Pedy und dort vor Ort reicht aus 
  • 12 Tage Tasmanien sind definitiv zu wenig. Die Insel und die Entfernungen sind deutlich größer als man denkt und es gibt viel zu sehen 
  • Die Tierwelt ist einfach cool 
  • Tasmanien im Dezember kann nachts noch ziemlich kühl sein. Egal ob in den Bergen oder auf einer Insel. Der wärmere Schlafsack ist der bessere 
  • Mit dem Essen kann man richtig Glück oder auch Pech haben 
  • Eine Drohne ist ein geiles Spielzeug und man kann gute Fotos / Videos damit machen. Aber es erfordert schon etwas Übung. Zudem sind die Teile insbesondere in den Nationalparks meist verboten und wenn Leute in der Nähe sind, mag man sie auch nicht heraus holen 
  • An vielen, eigentlich auch touristisch erschlossenen Orten (z.B. Bruny Island) gibt es nur sehr, sehr wenige Gaststätten. Hier geht man eher davon aus, dass jeder sein Steak dabei hat. Also, besser vorher prüfen 
  • Wenn man nicht gerade in größeren Städten ist, muss man davon ausgehen: sofern die Bestellung nicht bis spätestens 20 Uhr aufgegeben ist gibt es nur noch Flüssignahrung. Und das auch nicht sehr lange. 
Letztendlich lässt sich - wie das jeder richtige Australier machen würde - diese Reise, das Leben, das Weltall und der ganze Rest in zwei einfache Worte zusammenfassen: Hakuna Matata!
Ach ne, das war ja in Tansania im letzten Jahr. Hier heisst es natürlich:


;-)

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