Sonntag, 8. Dezember 2019

Great Ocean Road

Die Great Ocean Road ist ca. 240 km lang und verläuft von kurz hinter Warrnambool bis nach Torquay. Ich habe sie damals von Süd nach Nord gemacht - dieses Mal entgegengesetzt. Von Norden kommend hat man da erst einmal alle paar Kilometer ein Hinweisschild zu einem der vielen Aussichtspunkte / kurzen Spaziergänge. Die Leute haben da offensichtlich einiges an Phantasie reingesteckt. Bay of Islands, Bay of Martyrs, Grotto, London Bridge, The Arch, Loch Ard Gorge, Razorback, 12 Apostels. In etwa dieser Reihenfolge sind die Bilder weiter unten zuzuordnen. Und manchmal gibt es Geschichten von gesunkenen Schiffen und einzelnen Überlebenden.
Die Bilder sind immer irgendwie ähnlich und doch anders. Drohnen überall verboten. Und auch damals hatte ich schon Bilder gemacht. Von der Grotto und der London Bridge stelle ich mal wieder die Version von 1995 mit der von heute gegenüber. So groß sind die Änderungen nicht.
Nach dem dauernden Abbiegen zu einem der Aussichtspunkte wird man irgendwann müde. Es soll Leute geben, die 1990 diese Tour gemacht haben und an der London Bridge - die damals noch eine wirkliche Brücke war - streikten und kein Foto davon machten. Wenige Tage später brach sie zusammen und mehrere Personen mussten mit dem Heli evakuiert werden. Also ich würde mich ja ärgern, keine Fotos gemacht zu haben. 😉
Auch deshalb klickte es heute ziemlich oft.










 



Dann irgendwann wird die Landschaft anders. Manchmal schlängelt sich die Straße an den schroffen Felsen der Küste entlang, manchmal geht es durch relativ dichte Wälder. Auf jeden Fall brauch man viel länger als gedacht - auch weil nicht selten Touristen vor einem her schleichen und man keine Chance hat, sie zu überholen.
Am frühen Nachmittag wollten wir eigentlich schon in Torquay sein und einen Schulfreund auf seiner Pferdefarm besuchen. Abends war Melbourne angedacht. Stattdessen waren wir um 15 Uhr erst in Apollo Bay - eigentlich auch ein schöner Ort um zu übernachten - und versuchten in Torquay eine Unterkunft zu finden. Fast unmöglich. Es wurde dann eine Kabine in einem Caravan Park.
Man sollte für die ganze Strecke wesentlich mehr Zeit einplanen. Es lohnt sich definitiv.
Nach einem ganz leckeren Abendessen im Señors In Torquay - in dem wir den Altersdurchschnitt locker um 20 Jahre hoben - trafen wir meinen ehemaligen Mitschüler und seine Freundin wirklich noch im Beachfront Café auf ein Glas Wein. - Cool.

1 Kommentar:

  1. Ja, ich habe mich schon etwas geärgert, damals von der London Bridge kein "famous last picture" gemacht zu haben. Und inzwischen hatte ich dies sogar vergessen. Du scheinbar nicht. Bist ja auch jünger.

    Jetzt brauche ich wieder 20 Jahre zum Vergessen... ;-)

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