Sonntag, 12. April 2020

Zu Ostern: 3 Seen und die Havel

Statt Plan A wurde es spontan B. Eigentlich sollte es auf den Stechlinsee gehen. Da man bei Neuglobsow aber nur schwer mit dem Auto bis zum See kommt - ganz nebenbei sagfe man mir gerade, dass man dort bis vor kurzem gar nicht mit dem privaten Kajak ins Wasser durfte und jetzt eine Marke benötigt - hatten wir schon letzten Sommer einen passenden Einsatzort gesucht und gefunden.
Zum südwestlichsten Zipfel des Nehmitzsees führt von der L15 ein nur ca. 300 m langer Waldweg. Dort konnte man gut parken und das Boot ins flache Wasser gleiten lassen. Noch kurz die Corona-Ausgangsregeln geprüft: ja, man darf in Brandenburg zu zweit paddeln. Kurz nach Rheinsberg fiel dann sofort auf: an jedem abgehenden Waldweg stand: “Waldweg gesperrt für Forstwirtschaft. Kein Befahren oder Parken erlaubt. Ordnungsstrafe.“ So ein Mist!
Es war gerade 12 Uhr und wir wollten keine Zeit verlieren. Fürstenberg war nur wenige Kilometer entfernt und hinter der Marina ging es problemlos in den Röblinsee.
Kurz über den See und dann sieht es nach einem Kanal aus - es ist aber die Havel. Nach weniger als einem Kilometer: Schleuse. Ob hier jemand am Ostersonntag arbeitet? Tut er. Und er gibt auch noch einen guten Tipp: maximal bis zum Ellbogensee fahren. Priepert gehört schon zu Mecklemburg Vorpommern - und da darf man während Corona (noch) nicht paddeln.



Nach der Schleuse - wir sind die einzigen - geht es entspannt unter Bäumen weiter. Die Ruinen rechter Hand waren wohl die Steinhavelmühle - da müsste man doch was draus machen können! - und schon streifen wir kurz den Ort Steinförde.
Die Havel wird breiter und wegen der fehlenden Bäume fehlt der Schatten. Kurz darauf sind wir auf dem Menosee, um dann gleich wieder nach rechts in die Havel einzubiegen. Nur wenige hundert Meter weiter halten wir uns auf dem Ziernsee (hier war ich vor einigen Jahren schon einmal) gleich links, weil wir ja eigentlich bis zum Ellbogensee wollen. Ein blau angestrichenes Boot macht Anstalten, uns den Weg abzuschneiden. Vermutlich wollten uns die freundlichen Leute der Wasserschutzpolizei nur mitteilen, dass wir nur noch kurz weiterfahren dürfen und dann MacPomm kommt - aber wir drehen lieber gleich in einer längeren Kurve ab und machen am Anfang des Sees Mittagspause. Ist zwar nix mit Restaurant, aber wir haben etwas dabei. Während wir im Boot und somit auf dem Wasser bleiben, sind auf dem Rastplatz ein paar Leute.



Noch eine Runde um den Menosee, wieder allein in der Schleuse und dann geht es noch einmal über den Röblinsee nach Fürstenberg bis zur nächsten Schleuse. Der Wind frischt auf und von Fürstenberg zurück haben wir kräftig mit selbigen und den Wellen zu kämpfen. Auf der ganzen Strecke haben wir vielleicht 8 Boote getroffen - der Mindestabstand war locker 10 m.





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