Der Müggelsee im Osten liegt gerade 2 Wochen, Fürstenberg im Norden gerade 4 Wochen zurück. Nehmen wir mal den Westen von Berlin. Töplitz liegt quasi auf einer Insel, die durch die Havel und den Sacrow-Paretzer Kanal gebildet wird. Der Berliner Ring, die A10, führt genau darüber. Hatte ich schon immer mal vor und jedweder Einsatzort liegt nur etwa eine halbe Stunde von zu Hause entfernt. Und den hatten wir dann auch gleich in Leest gefunden. Da geht es in die Wublitz.
Schnell sind wir aus der kleine Enklave heraus und nach dem Abbiegen nach rechts auch schon unter der Brücke, auf der ich Fotos von meiner damals 4 jährigen Tochter gemacht habe. Während der Schilfgürtel und das Naturschutzgebiet „Wolfsbruch“ rechts liegen und - wohl um dies zu betonen - auf wirklich jedem entsprechenden Schild ein Vogel sitzt, ist links in der Ferne schon Werder zu erkennen. Wir sind jetzt auf dem Großen Zernsee, wie die von Werder kommende Havel hier heißt.

Wenig später ist rechts der Yachthafen vor der mit 704 m längsten Brücke Brandenburgs, der Havelbrücke Werder, zu sehen und kurz drauf der Ort Phöben.
Es ist ganz schön Betrieb auf dem See und dementsprechend schaukelt das Boot wegen der Wellen nicht selten. Und auch hier ist sehr schön das frische Schilf zu erkennen, wo ab und zu Schwäne ihr Nest haben.

Nach einer guten Stunde wird es Zeit für Mittag, das wir uns mitgebracht hatten - in diesen Tagen sollte man ja keine großen Erwartungen haben.
Kurz darauf geht es durch den Göttinsee und immer wieder habe ich das Gefühl, hier schon mal gepaddelt zu sein. Dann ist auch schon der Sacrow-Paretzer Kanal erreicht.
Vorher macht uns noch ein älteres Pärchen in 2 Kajaks neugierig: sie haben ganz eigenartige Paddel. Wie wir lernen, sind dies sogenannte Grönlandpaddel, die den Paddeln der Inuits nachempfunden sind. Die Beiden klingen ziemlich begeistert und die Carbonvariante bringt wohl gerade 600 g auf die Waage. Und ich dachte schon, mein Carbonpaddel mit 900 g wäre bereits leicht - und teuer.

Wir beschließen, noch mal kurz bis zum Fährhaus nach Ketzin zu paddeln. Hier, wo es auf einer Radtour im letzten und zur Herrentagstour 2018 noch rappelvoll war, ist alles abgesperrt. Auch kein Außer-Haus-Verkauf. Also zurück auf den Paretzer Kanal und nach kurzer Pause hinter dem Abzweig des Havelkanals geht es dann bis kurz zur Autobahnbrücke und dann rechts in die Wublitz - und wieder dieses Déjà Vu...

Wir wären fast an dem Eingang zur Enklave vorbei gepaddelt, hatten dann aber nach runden 5 Stunden unseren Ausgangspunkt erreicht.
Abends schaute ich noch mal nach: ja, ich habe die Tour schon einmal gemacht. Es war im September 2011 und meine 4. Tour mit meinem damals ersten eigenen Kajak, allerdings ohne den Abstecher nach Ketzin. Die GPX Tracks lügen nicht ...
Abends schaute ich noch mal nach: ja, ich habe die Tour schon einmal gemacht. Es war im September 2011 und meine 4. Tour mit meinem damals ersten eigenen Kajak, allerdings ohne den Abstecher nach Ketzin. Die GPX Tracks lügen nicht ...


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