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Dienstag, 14. September 2021

Wieder einmal fast verhungert

Eigentlich wollten wir am Witt Pohl am Landhotel Prälank - wo es leider kein Zimmer mehr gab - einsetzen. Aber überall Verbotsschilder und wegen Ruhetag niemand da, den man fragen könnte. So wurde es dann doch der Kammerkanal an der L25 bei Lindenberg. Wir haben es uns jedoch nicht nehmen lassen, das Hotel vom Wasser aus anzuschauen und der Weg dorthin ist auch sehr schön. Zurück über den Zierker See und in den Kanal sind wir auch schnell. In der Schleuse Voßwinkel nimmt uns - und zwei andere Paddler - ein Ausflugsschiff mit hinein - und stinkt uns dann mit kaum verbranntem Diesel zu.



Vom folgenden Woblitzsee aus geht es dann gleich rechts in die Havel - nur waren sich Apple und Google Maps nicht einig. Wir folgten ersterer und die Tatsache, dass diese Karte nicht der Realität entspricht, erklärt unsere scharfe 90 Grad Kurve auf dem Track.



Die nächsten Kilometer auf der Havel sind sehr schön und ruhig. Laut Internet sollte es in Klein Quassow eine Gaststätte geben. In der Nähe der Brücke bei Klein Quassow darf man aber nicht anlegen. Wir machen den Umweg, steigen an der Badestelle aus und laufen mit den Paddeln durch den Ort. Nix zu essen.
Wieder zurück ins Boot und quer über den See zum Campingplatz Zwenzow. Bevor wir aussteigen fragen wir Leute vor einem WoMo: keine Kneipe im Ort und der Kiosk auf dem Zeltplatz öffnet um 15 Uhr. Es ist etwa 13 Uhr. Also weiter Richtung Userinsee. Davor geht es erst einmal durch den Havelkanal und vorab durch das Havel-Lock-Userin. Hier wird wohl mehrmals täglich geschleust, aber man kann auch bequem umtragen bzw. die Lorenbahn nutzen.



Am Ende des Kanals steht ein Schild, dass es in 200 m rechts Bier und mehr auf einem Zeltplatz gäbe. Bevor wir den finden landen wir am Restaurant „Seeblick“, welches mangels Personal geschlossen hat und für 500 T€ zum Verkauf steht, wie wir später erfahren.



Auf dem Zeltplatz gibt es dann wirklich Bier und etwas zu essen. Wir sind glücklich und überqueren noch den Useriner See, um kurz eine Schleife auf dem Zierzer See zu drehen. Hier darf man eigentlich auch nur an den Tonnen entlang fahren (wie wir später lernen) und es gibt einen Zulauf der Havel - den wir demnächst erkunden. In diesem Fall setzen wir aber erst einmal an der Badestelle Userin (offensichtlich wird auch im Englischen „gegendert“ und es gibt ein entsprechendes Pendant zu „User“) aus und ich laufe zum geparkten Auto. 

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