Samstag, 23. Juli 2022

Am Ende wird’s erst hektisch und dann entspannt

Der erste Blick am Morgen geht aufs RegenRadar. Kommt der angedrohte Regen? Ja, aber er zieht offensichtlich haarscharf an meiner Strecke vorbei. Beim Auschecken verpasse ich, mir die Promi-Galerie genau anzuschauen. Aber Günther Fischer, Hera Lind, Joy Fläming und viele andere waren wohl schon hier.



Ich radle gleich nach dem Frühstück gegen 8:15 Uhr los. Und schon nach ein paar Kilometern ist der Puls wieder auf 184. Ein Hinweis, dass ich eventuell wieder ein Schild übersehen habe. Und richtig. 30 Höhenmeter umsonst.
Der Weg ist wieder toll ausgebaut, führt jetzt seltener durch den Wald und häufiger durch Felder.
Ich komme an der „La Petite Provence“ und einem Staatsbürger vorbei, der sein Haus vorbildlich schwarz-rot-gelb angestrichen hat.



Ebenso an einer riesigen Photovoltaik Anlage, die auf dem nachträglich angeschauten Satellitenbild noch beeindruckender ist. Locker 300 solche Spiegel stehen da! Jeder aus ca. 46 Panelen, also vermutlich knapp 50 qm. Was die wohl an Leistung generieren ….
Und: sie richten sich alle optimal nach dem Sonnenstand aus. Wenn man etwas stehen bleibt, hört man die Stellmotoren. Wow.



Leisnig lasse ich links liegen und schnell bin ich an der Vereinigung von Freiberger und Zwickauer Mulde in Sermuth - wo ich ja vor 2 Jahren schon mal vorbei kam. Damals war das Licht definitiv schöner.




Ok, der Zug geht in 45 min ab Bad Lausick und verkehrt stündlich. Ich dachte, das wären nur 6 km und damit locker zu schaffen. Es sind aber über 13 und noch mal 100 Höhenmeter. Das wird knapp. Wurde es auch. Aber ich gab alles. 1 Minute nach mir kam der Zug am Bahnhof an und der Schaffner hilft mir, mein Rad in den alten Zug (3 Stufen) zu heben.
5 Minuten Umstieg in Chemnitz und das Rad muss durch eine Unterführung getragen werden. Ich bin 2 min zu spät - aber nicht der Letzte und die Bahn wartet dankenswerterweise.
Das Rad im Auto verstaut und noch einmal zu Fuß durch die Altstadt, einen leichten Salat beim Griechen mit einem perfekten Blick auf den Freiberger Dom - super.
Ich gehe für 5 € auch noch mal in den Dom. Nun ja, wie immer halten sich Respekt und Unverständnis über all das die Waage. Neulich habe ich den Film „Man from Earth“ ein zweites Mal gesehen. Der spricht mir aus dem Herzen.
Aber schon cool zu sehen, welche Selfies man so auf den Grabplatten findet.



Ich lade mein Rad noch bei Velofaktum ab und fahre mit ein paar Verkehrsproblemen auf der Straße heim - und bin 20 Uhr schon bei den Wühlmäusen am Theodor Heuss Platz in Berlin. Was für ein Tag …

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