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Dienstag, 30. August 2022

Caravan Salon Düsseldorf - wir brauchen ein neues Entlastungspaket!

Den habe ich schon 2014 besucht, wollte es letztes Jahr wiederholen, aber Herr Weselsky hatte mit seinem Streik die gebuchten Bahntickets entwertet und mir mit der unfreiwilligen BahnCard Inkasso Ärger und mehrere Telefonate und Emails mit dem Vorzimmer von Bahn-Chef Dr. Lutz eingebracht. Dieses Mal nutze ich die BahnCard also immerhin zum ersten und letzten Mal für eine ICE Fahrt zur Messe…
Meine erste Reise mit einem WoMo unternahm ich 1992 in Kanada und danach einige weitere in Australien, Neuseeland, USA oder Portugal/Spanien. Und ich habe über die Jahre mehrere Freunde inspiriert, die nun schon länger eines ihr Eigentum nennen.
Wegen der begrenzten Zeit, die einem Arbeitnehmer zur Verfügung steht und dem damit verbundenen Druck es zu nutzen, habe ich mich bis jetzt gegen eine solche Investition entschieden. Aber neugierig war ich immer und da seit letztem Urlaub der Kastenwagen mit Querbett als guter Kompromiss gesetzt ist, will ich mal schauen, was da aktuell angeboten wird.
Die Fahrt mit dem ICE beginnt in Spandau pünktlich und mit einem Komfort-Checkin in der DB Navigator APP (der Schaffner ignoriert einen dann bei der Kartenkontrolle) - und endet mit 43 Minuten Verspätung. Toll.
Vorsorglich hatte ich für die Messe ein ab 14 Uhr gültiges Ticket gebucht. Wir werfen den größeren Rucksack im Hotel ab, laufen an den Rhein und kommen dann mit der U-Bahn kurz nach 14 Uhr an. Passt.





Der Fokus liegt also klar auf Kastenwagen. Davon gibt es mehr als genug. Vor allem in Halle 15, 12 und 11. Es ist gut besucht, aber nicht voll. Ist ja auch nicht Wochenende. Was die Besucher betrifft, so dürfte die Glockenkurve der Normalverteilung Ihren Scheitelpunkt bei Mitte 50 haben. Wir sind also absolute Zielgruppe. Das erkennen auch die Verkäufer gleich und einen Karman Davis o.ä. könnte ich sofort aus dem Messekontingent bestellen und - wenn ich keine Sonderwünsche habe - schon zum Sommer 23 nutzen. Wow. Aber sonst wird es 2024+. Auh.



Alle sinnvollen und auch sinnlosen Kombinationen, wie man Bad, Bett, Küche, Klo und Dusche in 5,4 - 7 m in einen Kastenwagen unterbringt, scheinen hier samt entsprechender Annehmlichkeiten durchiteriert zu sein.

Darauf beschränken sich die Innovationen offensichtlich. Alternative Antriebe? Fast noch nicht gesehen. Als ich in einem Pössl sitze reicht mir ein weiterer Verkäufer einen schnell zusammen gestellten 1 Pager, auf dem vier noch bis zum Sommer 2023 lieferbare Fahrzeuge zu finden sind. Immerhin: ein elektrischer Van ist dabei. Wir unterhalten uns eine Weile und die Idee eines spontanen Trips nach Belgien/Holland keimt in mir auf, denn er vermietet die Teile auch. Mich würde schon interessieren, wie sich Citroën als Basis macht.





Wir sehen noch einige weitere Innovationen wie das nach hinten ausfahrbaren Bett „Slide-out“ oder ewig lange Anhänger, die ich ums Verrecken nicht hinter mir her ziehen möchte.

Im Aussenbereich zwischen den Hallen gibt es neben der Möglichkeit etwas zu essen, auch alle Arten vorwiegend elektrisch angetriebene Fahrzeuge von E-Falträdern über neuartige Scooter auf denen man auch sitzen kann bis zu Mofas. Die Übergänge sind da fließend.



Alles in allem schreit das hier nach einem weiteren Enlastungspaket! Das würde dann sicher die Auftragsbücher bis 2030 füllen helfen.
Bevor wir hier eines der ca. 5 gut besuchten Koreanischen Restaurants besuchen, falle ich erst mal ins Bett des Hotels und schnarche für eine knappe Stunde.

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