Montag, 12. Dezember 2022

Vertrautes und Neues

Ich war schon so oft hier. Und fühle mich einfach immer wieder wohl. Der Strand, die Steilwand, die Stadt. Ok, touristisch erschlossen, aber immer noch angenehm.
Vielleicht doch noch eine Ferienwohnung auf La Palma? Wenn, dann hier. Dort wo vor Millionen von Jahren der Kraterrand ins Meer stürzte - und irgendwann wohl wieder ein Teil der Insel ins Meer abgleiten wird. Ein Spaziergang durch den Ort ist also obligatorisch und lädt immer wieder dazu ein, abzudrücken.



Wir laufen zu zweit noch en paar Meter auf den Weg zum Mirador el Time und entscheiden uns dann, mit dem vollen Auto dort hin zu fahren. Der Blick ist wie immer unglaublich, nur wird aus dem geplanten Kaffee leider nichts, denn auf der Eingangstür steht: Feliz Navidad. Ja und? Weihnachtsn ist ja kein Grund, alles zu schließen.



Spontan überlegen wir, dann doch noch in Richtung Puerto Naos zu fahren. Dazwischen liegt die frische Lava und eine provisorische Piste darüber. Gelesen habe ich davon. Als ich dann direkt vor der Auffahrt auf diese Piste stehe, zögere ich und parke 100 m entfernt. Was man dann sieht ist schockierend und traurig. Halb oder ganz von Lava zerstörte Gebäude. Eine Straßenseite komplett zerstört, die andere unbeschädigt.
Aber ich wage es doch und wir fahren Richtung Puerto Naos. 20 km/h Limit. Nicht anhalten, nicht aussteigen. Wir fahren auf der Schotterpiste auf der Lava, die einige Ortschaften begrub. Ich suche noch die Musicasa - eine Unterkunft, wo ich 2011 mal eine Woche verbrachte. Schwäbische Hosts, die die Unterkunft an Ihre 3 Söhne übergeben hatten. Und die haben noch mal richtig viel investiert. 2020, konnte man auf der Webseite lesen. Die gibt es nun seit einigen Monaten nicht mehr. Genau wie die Unterkunft selbst.
Am schon oft besuchten Mirador mit Blick auf Puerto Naos halten wir und kehren um. Und wir sehen aus der Ferne den Strand, Parkplatz und das Hotel Sol La Palma. Keine Menschenseele Immer noch zu hohe CO2 Werte. So schade.



Wir fahren zurück in die Unterkunft und hofften auf einen entspannten Nachmittag. Aber wir lernen, dass Demenz eine sehr hässliche Fratze haben kann und brauchen einige Stunden, bis wir zum Abendessen nach Tazacorte aufbrechen können.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen