Eigentlich war La Palma schon vor einem Jahr geplant, aber der Vulkanausbruch des Cumbre Viieja kam dazwischen. Ärgerlich, denn für manche Menschen läuft die Zeit viel schneller, als für andere und wir sind jetzt leider eigentlich schon zu spät. Umso glücklicher war ich, dass wir doch noch 2022 einen für (fast) alle passenden Termin und die passenden Flüge fanden.
Unser kubanische Nachbar war so nett, uns am Sonntag in aller Herrgottsfrühe zum BER zu fahren. Um 5 Uhr - 2 Stunden vor Abflug - reihten wir uns in die lange Schlage am Counter 4 ein. Brav warteten alle in der Reihe und schoben sich Stück für Stück nach vorn, bis die Chefin plötzlich fragte, ob noch Passagiere für die 6:30 Maschine nach FRA da wären. Waren sie. Es wurde gleich eine neue Reihe aufgemacht und die Passagiere dieser Reihe belegten dann erst mal ALLE Schalter. Das Gleiche 5 min später mit der 7:00 Maschine nach Brüssel und dann mit unserer nach Zürich. Die brav eingereihten Leute wurden also mehrfach durcheinander gewürfelt und waren am Ende eine ungeordnete Traube. Ich hätte Ideen für andere Strategien mit weniger unnötiger Reibung.
Und bei der Sicherheitskontrolle war es nicht anderes. Die im Terminal 1 war voll, also mussten wir ins Terminal 2. Da war auch schon eine weit mäandernde Schlange und es stockte immer wieder. Ein Durchlass wurde geschlossen und ich erinnerte mich, dass dies vor einem guten Jahr schon mal so lief. Als wir durch waren, war auch schon Boarding. Der komplett belegte Flieger hob dann mit 36 min Verspätung ab. Immerhin wurde das in Zürich dann etwas entspannter und die Zeit reichte noch für einen Snack. Der Anschlussflieger war zwar auch wieder eine halbe Stunde zu spät - was jetzt egal war - und nur zu etwa 60% belegt.
Der Landeanflug auf die Kanaren ist immer wieder toll. Leider habe ich mich etwas falsch eingecheckt. Zum einen auf dem Flügel und dann noch auf der falschen Seite. So entging mir neben dem Sonnenaufgang auch ein Blick auf Teneriffa und den Teide. Erst nach der letzten Kurve und Kurs auf die Landebahn bei Santa Cruz war der Teide für mich noch zu sehen. Aber dafür lag halt das Panorama von La Palma gute 10 Minuten vor meinen Augen.
Nachdem das Gepäck da und die nicht mehr benötigten warmen Jacken verstaut waren, kamen die Autos an die Reihe. Eigentlich gebucht waren Renault Megane / Opel Astra oder ähnlich. Es wurden dann 2 SUVs: Peugeot 3008 und Dacia Duster. Ich hasse SUVs. Nehmen viel Platz in Anspruch, der Kofferraum ist trotzdem nicht wirklich größer und sie verbrauchen viel. Den Dacia konnte ich noch tauschen gegen etwas Kleineres.
Zum Eingewöhnen fahren wir erst mal kurz Richtung Santa Cruz für das erste Gruppenfoto, um dann gleich Richtung Ziel auf der anderen Seite der Insel - Tazacorte - aufzubrechen.
Nun noch drei Unterkünfte und drei Kommunikationsstränge mit an Tankstelle hinterlegtem Schlüssel. Die ersten beiden Unterkünfte sind ziemlich gut, meins leider unter Durchschnitt, aber erträglich.
Es gibt noch ein Abendessen an der Avenida de Constitution, das war aber nicht der Bringer. Wir sind alle breit und wollen nur noch ins Bett. Ok, eine Viertelstunde laufe ich doch noch durch den etwas weihnachtlichen Ort.
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