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Sonntag, 18. Juni 2023

Der Trend geht zum Dritt-Kajak

Der gelbe Einer ist seit 12 Jahren und der rote Zweier seit 4 Jahren im Einsatz. Das wird noch lange so bleiben und beide werden mich ganz sicher überleben.
Mit dem neuen Wohnmobil stellt sich aber eine neue Herausforderung: wie bekommen 1-2 Menschen mit einer durchschnittlichen Körpergröße vom 1,60 m so ein Teil auf das 2,60 m hohe Wohnmobil?
Klar, Lösungen kann man sich auch YouTube anschauen. Die scheinen auch zu funktionieren. Es gibt auch den Hullavator Pro von Thule, der mit Hydraulik unterstützt, aber selbst wenn man das Problem löst, bleibt ein Fremdkörper auf dem Dach, der einer ohnehin hohen Schrankwand noch mehr Windwiderstand gibt.
Immerhin lassen die gerade durchgeführten Solar- und andere Installationen diese Option offen.
Vorher ist es allemal sinnvoll, sich anzuschauen, was mit aufblasbaren Booten heute so alles geht. Die Frau eines Arbeitskollegen hat ein AirFlex von Advanced Elements, - was es so zwar nicht mehr gibt, aber entsprechende Nachfolger schon - die durchaus als Option in Frage kämen. Und heute war der Tag, es auszuprobieren.
Dafür hatte ich eine Rundtour zwischen Zerpenschleuse und Marienwerder heraus gesucht, die schon lange auf dem Programm stand.


Bevor man das Teil zu Wasser lassen kann, muss man aber Hand anlegen. Auspacken, aufpumpen - sowohl die 2 Kammern des Bootes, als auch den Drop Stich Boden, die Sitze und Schläuche am über Reißverschluss angebauten Verdeck. Wir hatten uns das ja schon alles mal auf YouTube angeschaut, so dass es eigentlich ganz gut lief. Nach rund 25 min waren wir fertig. Mit etwas Übung und einer automatischen Pumpe sollte sich das auf 15 min reduzieren lassen. 
Jetzt waren wir gespannt, wie es sich „fährt“ und überrascht, dass man darin doch ganz bequem sitzt - auch ohne Fußstützen, die wir nicht angebaut hatten. Selbst die Breite ist weniger störend als gedacht.


So paddeln wir zu Dritt (ein Freund sitzt in meinem Einer) den Finowkanal entlang und biegen dann vor der Ruhlsdorfer Schleuse links in den landschaftlich schönen Werberllin-Kanal und machen auf halber Strecke im gut gefüllten Gasthaus „Arttisch Esskultur“ Mittagspause.
Bevor die Rückfahrt auf dem Oder-Havel-Kanal doch etwas langweilig wird, paddeln wir noch in Richtung Werbellinsee - aber nur bis zum Pechteichsee.

Unsere Mindestanforderung an die „Fahrbarkeit" - man sollte wenigstens 5 km/h bequem schaffen - haben wir erreicht. Die 11 km haben wir in unter 2 h geschafft. Auch bei  etwas Wellengang bleibt das Boot ziemlich unbeeindruckt. 
Negativ:
  • das Packmaß ist mit 90 x 53 x 23 doch recht groß und gefühlt eigentlich sogar noch größer
  • 24 kg sind schon eine ganz schöne Ansage
  • normalerweise kann man bei einem festen Kajak schon mal ein paar km/h drauf legen, wenn man kräftig in die Paddel drückt. Hier nicht, das Ding scheint bei rund 6 km/h „abgeregelt“ zu sein ;-)
Dennoch: die aktuellen Nachfolger dieses Modells sind definitiv auf der Short-List



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