Zwar regnet es kaum, aber das Wetter schwankt im Minutentakt zwischen ganz guter Blick und 5 m Sichtweite. Fast stolpern wir über die Kühe auf dem Wanderweg von der Bergstation zum Gipfel. An dem selbst gibt es leider keine Hütte und der Zugang zu den Häusern ist gesperrt. Verschiedene Hütten liegen ein paar Kilometer entfernt und das lassen wir ausfallen.
Der Gipfel ist gut besucht. Auch von Radlern. 3 Herren im fortgeschrittenen Alter haben sich ehrlich hochgekämpft und dann gibt es noch Betrüger mit E-Bike.
Die Karte für die Bahn berechtigt auch zum Aufstieg auf den Turm. An schönen Tagen muss der Blick toll sein, darauf deutet eine 180° Panoramaaufnahme hin, die selbst den Mont Blanc in Frankreich und Eiger, Mönch und Jungfrau in der Schweiz zeigt. Schade.
Wir nehmen im Turm noch eine illustre Foto-Ausstellung von Sebastian Wehrle und eine interessante zur Herstellung des echten Schwarzwälder Schinkens mit und fahren dann wieder abwärts mit der Bahn.
Auf dem Weg zum Auto entscheiden wir uns, zum Mittag nach Freiburg zu fahren. Da gibt es Automaten der Cash Group und ich wollte die Innenstadt schon immer einmal durchwandern. Obwohl ich dort mal eine Wohnung hatte, habe ich das nur einmal ganz kurz geschafft. Wir parken unweit meiner damaligen Investruine, wandern an der Dreisam in die City und stolpern gleich über den „Max-Mueller-Steg“ - mein Pseudonym, immer wenn ich inkognito bleiben möchte, wie auch hier im Blog.
Den gabs offensichtlich wirklich, Professor und Philosoph und hat’s bis 88 geschafft. Immerhin.
Links des Ufers eher einfache Wohnblöcke und Sozialbauten, rechts davon stattliche Anwesen und kurz vor Erreichen der Innenstadt gibt es einen Bereich unter der Brücke, den es so auch in Berlin geben könnte und wo ich bei Dunkelheit eher nicht lang möchte.
Wir passieren das Schwabentor, sind in der Innenstadt und kehren erst mal bei einem Italiener ein. Der Weg durch die City führt uns schnell an den Marktplatz zum beeindruckenden Münster, das bei mir wie üblich Respekt und Kopfschütteln auslöst.
Auf dem Rückweg sehen wir noch ein echt gutes Beispiel, wie Balkonkraftwerke konsequent umgesetzt wurden. Ich komme auch nicht umhin, an meiner alten Wohnung vorbei zu gehen. Meine damalige Mieterin wohnt nicht mehr dort und auch der Nachbar, der mir die Wohnung damals zum Schnäppchenpreis abgenommen hatte, ist dort nicht mehr zu finden. Leben ist Veränderung …
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