Sonntag, 20. August 2023

Lückenschluss zwischen Ketzin und Brandenburg

Genau, da fließt die Havel und das ziemlich „ausufernd“ mit einigen Inseln im Verlauf des Flusses. In Ketzin und Brandenburg an der Havel sind wir schon mehrfach gepaddelt und von Ketzin nach Deetz waren wir erst vor kurzem unterwegs.
Mit dem an einem super ausgebauten Radweg liegendem  „Havelstübchen“ hatten wir damals die einzige gastronomische Einrichtung im Umkreis von ca. 15 km gefunden.
Reinald Grebe hatte eben recht: „Nimm Dir ´ne Stulle mit, Du fährst durch Brandenburg“…
Das Havelstübchen war auch heute unser Ziel für die Halbzeit - nur dieses Mal aus der anderen Richtung mit Einsatz in Saaringen. Hier habe ich im Mai 2013 schon einmal eingesetzt und bin dann Richtung Brandenburg weiter. Heute lassen wir das „Große Ohr“ wie die vorgelagerte Insel heisst aber nicht links sondern rechts liegen und mäandern an den anderen Inseln vorbei und kreuzen dabei mehrfach die Fahrrinne. Und wir scheuchen gewollt und ungewollt große Schwärme von Flugenten auf. Am Schwan mit den 7 jungen kajaken wir aber lieber vorsichtig vorbei.


Es ist kurz vor Mittag und in der Fahrrinne herrscht kräftig Verkehr. Nach rund 8 km setzen wir an dem Steg aus, an dem wir damals eingesetzt haben und laufen zum Havelstübchen, dieses Mal nehmen wir einen anderen (Um)weg. Der führt uns an nahezu vollständig umrankten Bäumen aus. Ist das noch Symbiose?
Und irgendwo am Weg steht ein solider Mast mit Solarpanel und etwas Technik dran. Was bitte ist das? Ein Radfahrer-Zähler vom Land Brandenburg! Kein Witz. Das Schild ist zwar schon ziemlich ausgeblichen, aber das ist noch lesbar. Was mag das Ding gekostet haben? Das Havelstübchen ist nur 200 m entfernt und ein da dürfte fast jeder Radler halten. Ein Knopf auf dem Klo „Ich war hier“ hätte wohl für einen Bruchteil der Kosten das gleiche Ergebnis gebracht…


Wir stellen fest, dass wir genau einen Tag zu spät sind: gestern gab es hier einen „Weinabend“. Schade. Aber am 23.9. ist wieder eine Veranstaltung. Da könnte man ja das WoMo in der Nähe parken und mit dem Rad die Götzer Berge und Deetzer Erdlöcher erkunden. Stand eh schon auf meiner Liste und der Termin ist eingetragen.
Ich frage mich, ob es eine gute Idee ist, auf zum Abschluss noch einen Espresso zu nehmen, ist ja immer so eine Sache. Der hier ist aber gut und ich komme noch bin den beiden Besitzern - Mutter und Tochter - ins Gespräch.
Der Rückweg ist entspannt und auf dem Wasser wesentlich weniger Verkehr. Machen wohl alle Siesta. Wir dann auch, nachdem wir nach 15 km in Saaringen wieder aussetzen.




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