Direkt nach der Brücke über den Berlin-Spandauer-Schifffahrtskanal in Gartenfeld - hier war von 2005-2011 meine Arbeitsstelle - biege ich links in die als Sackgasse ausgeschilderte Straße „R“ ein. Ok, Sackgasse - na und? Mit dem Rad kommt da ja durch.
Dachte ich.
Was mich dann vom Weiterfahren abhält ist ein Bauwerk, ganz im Sinne der Berliner Mauer von 1961.Was bitte schön soll das?
Das haben offensichtlich auch andere weniger höflich ausgedrückt, wie man auf den Bildern sieht. Ich beschließe, an der entsprechenden öffentlichen Stelle nachzufragen:
- was die Ziele dieses Bauwerks sind
- wie darüber abgestimmt wurde und
- was es an Steuergeldern gekostet hat
Bei meinem nächsten Physio-Termin lerne ich:
- dies ist eine Privatstraße
- die dürfen das
- die Anwohner waren von den aggressiven Radlern so genervt, dass sie dieses Bauwerk errichteten.
- wer aggressiv bis zu diesem Punkt radelt, ist sicher genervt und radelt bestimmt noch genervter zurück. Zumindest 1 - 2 Mal.
- was ist mit Behinderten oder Personen mit Kinderwagen?
So sehr ich Privateigentum achte: hier regiert Schwachsinn. Ich glaube, das ist ein Fall für Extra 3 - oder ähnlich.
Neben mir ein junger Typ auf dem Rad schüttelt ebenso seinen Kopf. Während er zurück radelt und 2 km Umweg über die Bernauer in Kauf nimmt, falte ich mein Rad und quäle mich durch den Stahlbau. Wenig später radeln wir wieder auf der gleichen Straße und kotzen uns aus - und wünschen uns dann eine schönen Tag.

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