Sonntag, 3. Dezember 2023

Hab’ sie (noch) alle beisammen

Also die 7 Hauptinseln der Kanaren. Fuerteventura war mir als Ziel eigentlich immer zu langweilig. Der Besuch bei einem Studienfreund, der Homeoffice in seiner Ferienwohnung macht und ein Abstecher nach Lanzarote, rechtfertigen das dann doch.
Flug um 6 Uhr vom BER ist nicht wirklich schön. Die Idee: mit dem Auto zum Bahnhof und dann mit dem Zug um 1 Uhr los, vorher noch einen Powernap. Der Gladiator im Abendprogramm war dafür aber eher kontraproduktiv.
Erster Adrenalinstoß: Auto geht nicht auf und nachdem ich den mechanischen Schlüssel nehme, springt es erst nicht an. Dann aber doch und man hätte sich keine Sorgen machen müssen, denn der Zug kommt 15 min später und wir stehen in der Kälte.
Im T2 warten die Self-Checkin Automaten auf uns, wo man eine Blankoerklärung bestätigen muss. Dann zum Drop-Off, der beim frisch gedruckten Label eine Fehlermeldung ausspuckt. Bei den anderen die es probieren ebenso. Öffnet wohl erst um 4 Uhr. Wie wäre es mit einem Hinweisschild?


1 h im Vorraum, wo die wenigen Sitzplätze natürlich alle besetzt sind. Nicht wenige sind schmerzfreier und liegen einfach mit oder ohne Unterlage auf dem Boden.
Dann kommt jemand, fummelt an allen Drop-Off-Terminals rum und es geht los. Wir helfen einem Paar - sicher schon über 80 - das seit 13 Jahren im Winter in Puerto Rico, Gran Canaria lebt (da habe ich auch schon zu Abend gegessen) und stellen uns an die lange Schlange vor dem Sicherheitscheck an. Jedes Mal das gleiche Elend hier. Noch 25 € für ein spartanisches Frühstück, dann geht’s zum Flieger.
Bucht man einen Flug nicht direkt bei Ryan Air, bekommt man gleich eine Email, dass man das doch gefälligst direkt tun sollte. So oder so muss man sich auf der Webseite ein Konto anlegen und möglichst eine Woche vorher einchecken. In mehreren Schritten wird man immer wieder genötigt, alles Mögliche dazu zu buchen, auf jeden Fall einen Sitzplatz für 10 - 15 € pro Person und Flug. Ansonsten sitzt man ewig weit voneinander, in der Mitte und einer sowieso im Gepäckraum. Wir haben dennoch widerstanden und saßen dann 5D und 3D. Zwei Gangplätze. Ganz vorn. Gar nicht schlecht. Und da beide Reihen ansonsten leer waren, konnten wir sogar in einer Reihe mit leerem Mittelplatz und extra Beinfreiheit sitzen. Tja…
Schlafen ging zwar nicht, aber Dösen für 2 Stunden war besser als nichts. Dann irgendwann waren trotz schlechter Sicht und Wolken in der Ferne die Umrisse vom Teide auf Teneriffa und von Gran Canaria zu sehen. Fast geschafft.
Der Poker mit dem kostenlosem Upgrade bei der Autovermietung hat zwar nicht funktioniert, aber der Panda wird wohl trotz der Gangschaltung und ohne CarPlay reichen. Mit dem geht’s auch gleich Richtung Corralejo. Obwohl wir den Weg am Wasser nehmen, ist die Landschaft - wie erwartet - nicht gerade berauschend. Keine Vegetation, kahle kleine Berge und ab und zu schöne Strände, an denen Surfer offenbar ihren Spaß haben.
Kurz eingecheckt im Bristol Sunset Beach und dann geht’s gleich in den Westen nach El Cotillo. Da soll’s ganz nett sein und gutes Essen geben. Stimmte beides
Dann noch der Faro El toston mit Blick auf Lanzarote und zurück ins Hotel. Nur der Weg an der Küste ist doch eher etwas für 4WD. Das muten wir dem kleinen Panda nicht zu und fahren zurück.




Nach kurzem Powernap im Hotel geht es dann noch mal zum Hafen, um schon mal alles mit der Fähre zu checken. Am Hafen findet man ein Restaurant am anderen. Und irgendwann wird man schwach. Für den Pool am Hotel reicht die Zeit dann aber nicht. Kein großer Verlust.


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