Dienstag, 22. April 2025

Archäologische Ausgrabungen in Brügge

Wir kommen später los als geplant. Bis Brügge ist es aber nur eine halbe Stunde und wir parken auf einem Parkplatz vor einem Einkaufszentrum. Auch dieses Mal haben wir uns die Highlights heraus suchen lassen und packen die Räder aus. Fehler: bei den Touristenschwärmen die gefühlt noch größer sind als in Gent und den Entfernungen der Ziele, wäre zu Fuß durchaus die bessere Alternative.
Der Grundeindruck ist ähnlich wie in Gent: eine Menge toll anzuschauender Gebäude, mehr als genug Kirchen und Kathedralen, schön aufgereit am Wasser und mit großen Plätzen aufgelockert.





Nach ein paar Stops landen wir am Belfort - da kann man so 333 Stufen hoch klettern - für heute ist aber erst ab 16:30 etwas frei und wir wissen noch nicht so recht, wie es weiter geht. Wir radeln weiter nach Westen zum Wasser, das sich Augustijnenerl nennt und folgen dem nach Süden. Und es verschwindet in der Nähe des Konzertsaales für eine Weile unter der Straße, sollte aber befahrbar sein (man muss ja planen). Später bekommt es noch einen einfacheren Namen und endet an einer Schleuse.
Der nächste Stop ist die Kirche unserer Lady und das gegenüberliegende XPO Gelände, wo gerade die Körperwelten (die gibt es immer noch) gastieren. 




Nach einem Mittag im Zentrum radeln wir noch mal zurück, denn beim Essen kam mir eine Idee: ich war doch auch schon mal hier in Brügge, 1993. Aber wo und wie kriege ich das raus? Wenn man alles mit Karte bezahlt hat man einen Anhaltspunkt. Damals gab es da alles nur analog und natürlich ist aus den vielen Abrechnungen schon mehrfach eine Amazon Verpackung geworden (hoffentlich). Aber ich habe sie gescannt - und archiviert. Ich war damals wohl im "Hotel Akademie" (wie passend). Das ist nur wenige Minuten zurück und ich kann nicht widerstehen, dort in die Lobby zu gehen. Und nein: es hat nicht "Klick" gemacht. Ernüchternd.


Auch Brügge bietet sich eigentlich zum Kajaken an. Wir haben den perfekten Einsatzort gefunden und man kann eine Fast-Rundtour oder Hin-und-zurück Tour machen.
An der einen Schleuse könnte man sich auch einfach lang treiben lassen (zumindest in einer Richtung) - meinte der traurig erscheinende Graureiher. 
Wir radeln weiter zum Kanal Gent-Ostende nach Norden, weil eine der Brücken gerade offen ist. Die nächste ist es auch und wir warten dieses Mal, um überzusetzen und unser WoMo zu suchen und verpassen erst einmal die Abfahrt. 


Dann finden wir es nach einer Tour durch ein Wohngebiet und fahren weiter in Richtung Holland, denn für die belgische Küste reicht die Zeit nicht. Wir fahren nach Walcheren (Zeeland) zu einem WoMo Platz mit sehr guten Kritiken - der aber voll ist. Davon gibt es hier aber mehrere und in Kaudekerke finden wir einen, der alles hat: Stellplatz, Frischwasser, Entsorgung, Strom, saubere Toiletten, Duschen - für 20 €. So etwas würden wir täglich nehmen.
Vorher geht es noch durch den 6600 m langen Westerscheldetunnel - cool.


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