Dementsprechend wird es dann hektisch, wenn man doch die Augen aufmacht und die 3 Tonnen Stahl zum Yacht-Café bewegt. Dort gibt es am Ende noch einen halbwegs nutzbaren Parkplatz, aber das Rückwärts-Ausparken ist dann doch anspruchsvoll.
Natürlich warten schon alle auf uns. Sorry. Wir werden wohl von der Chefin bedient, aber sowohl sie als auch Ihr Personal scheint etwas überfordert und die Rechnung eher pauschal erstellt worden zu sein. Mein Essen und der Cappuccino sind auf jeden Fall sehr lecker.
Danach steht die Stadtbesichtigung an. Das erste Highlight ist die Nerobergbahn - hatte ich noch nichts von gehört. 137 Jahre alt und echt cool: 2 Wagen hängen an einer Strippe, der obere wird mit Wasser gefüllt, ist damit schwerer und zieht den unteren hoch. Unten wird dann das Wasser rausgelassen - und dann ist er wieder leichter.
Keine Kohle, kein Gas, kein Diesel, kein Strom - einfach nur Schwerkraft. Na gut, das Wasser muss dann wieder nach oben. Aber das kommt ja eh aus der Leitung.
Ob es vor 137 schon den Begriff "Nachhaltigkeit" gab?
Oben gibt es eine sehr nett gelegene Gastwirtschaft mit tollem Ausblick auf die Stadt und wenige hundert Meter entfernt eine echt goldige orthodoxe Kirche. Wie immer schaue ich mir eine solche religiöse Stätte mit Respekt und Kopfschütteln an...
Wir fahren mit dem wohl nachhaltigsten öffentlichen Verkehrsmittel wieder nach unten und laufen etwas durch die City.
Wiesbaden verdankt seine Entstehung zum Teil den hier immer noch sprudelnden heißen Quellen - und die sind, wie auch bei anderen heißen Quellen, nicht unbedingt gefiltertes Wasser und hinterlassen nach kurzer Zeit Ablagerungen.
Bei uns, die das erste Mal hier sind, bleibt die Stadt jedenfalls als sehr sauber, angenehm und entspannt in Erinnerung.
Wir kehren noch kurz in den Ratskeller ein und dann zurück zum Wohnmobil. Kurze Verabschiedung und es geht weiter Richtung Darmstadt. Wir entscheiden uns für Bodenheim - einen Stellplatz den unsere WoMo-Profis natürlich auch schon kennen.



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