Und da wir pünktlich in Wiesbaden ankommen wollen, fahren wir lieber los.
Denn wir haben heute um 16:30 eine Verabredung im Himmelreich, naja zumindest in der Apfelweinstube im Himmelreich.
Vorher müssen wir noch einen Platz für das WoMo finden und wenn man selbst ins Himmelreich geht, kann man das Auto auch gleich am Friedhof parken. Von dort sind es nur 20 Minuten durch Wald und Wiese und wir treffen unsere Freunde aus Wiesbaden nach weniger als einer Woche wieder.
Es gibt - natürlich - Apfelwein, oder wie man hier sagt: Äppelwoi. Im Gegensatz zum Obstwein in Werder, den man zum Baumblütenfest im Mai sehr gut, aber außerhalb eher nicht trinken kann, schmeckt der hier wirklich unaufdringlich gut.
Dazu gibt es - ich bin ja durchaus experimentierfreudig - Spundekäse (eine Art Frischkäse) und Handkäse mit Musik, was etwas an Harzer Käse erinnert und für die spätere Musik sollen die Zwiebeln verantwortlich sein. Durchaus genießbar, kommt aber nicht auf die Top 10.
Gesättigt laufen wir hinab zum Rhein und machen gleich in einem weiteren Restaurant Stopp - und es gibt Äppelwoi. Das Restaurant liegt idyllisch am Schiersteiner Hafen. Der ist eine Art Inlet am Rhein, das künstlich durch Verbindungen zu zwei Inseln im Fluss erzeugt wurde. Es gibt eine schöne Flaniermeile mit vielen Villen und da steht dann noch ein Weinkiosk, der sich sicher über unsere Gegenwart gefreut hat. Gut angetüddert nehmen wir den Bus in den Norden, müssen dann aber noch 1,5 km laufen. Die Straßen haben hier durchaus coole Namen und nach einem Primitivo als Absacker fallen wir ins Bett.


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