Und ich verpasste damit auch die Chance, meinen damaligen Klassenleiter noch einmal zu treffen. Vor kurzem kam dann die traurige Nachricht, dass er nach langer Krankheit verstorben war. Unsere Mädels vor Ort haben sich rührend gekümmert, Emails geschickt, Geld eingesammelt und sich um Grabschmuck gekümmert. Auch wenn mein Klassenlehrer durchaus ein streitbarer Mann war und nicht alle mit ihm glücklich waren: ich hatte keine größeren Probleme und wollte ihm die letzte Ehre erweisen.
Wir nutzten das und besuchten unsere ehemalige Nachbarin und übernachteten bei Studienfreunden in der Nähe. Von uns Pennälern war ich dann aber - neben den beiden Mädels aus der Gegend - der einzige mit längerer Anreise. Schade, ich hätte gern noch andere getroffen, aber mitten in der Woche können halt viele nicht.
Nach der würdevollen Trauerfeier mit Familie und Bekannten - die uns aber leider fremd waren - wurde die Urne auf dem Friedhof Barth beigesetzt - wo auch mein Vater beigesetzt wurde.
Bevor es wieder heim ging waren natürlich noch ein Spaziergang durch Barth und ein Stop in Zingst mit standesgemäßen Fischbrötchen angesagt. Hier im Hafen hatten wir nach unserem Kajak-Trip von Prerow aus vor rund 4 Jahren eine Ehrenrunde gedreht.
Noch einen bewegenden Stop gab es dann in Dammgarten. Das Grab meiner Großeltern, wo meine Großvater 1960 und meine Großmutter 2000 beigesetzt wurden lief dieses Jahr ab und wir haben uns entschieden, es nicht weiter zu nutzen. So wurde es vor ein paar Wochen
freigemacht, aber immerhin konnte ich noch letzte Fotos des Grabsteins machen.
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