Ansonsten ist das Einfahren auf die Fähre problemlos. Wir laufen vom 3 in den 10. Stock - dort geht es in den Außenbereich. Unterwegs - in der Etage mit den privaten Kabinen und gehobneren Räumen - stolpere ich über ein Pianolo (na, wer kennt das noch?), was ich glaube noch nie live gesehen haben. Und das spielt auch vor sich hin …

Wir checken den Außenbereich, denn eigentlich hatte ich vor, eine digitale Flaschenpost hier auf halber Strecke in das Wasser zu werfen. Wir nehmen mehrere Anläufe, sind nie allein - mal ganz abgesehen von den potentiellen Videokameras, die hier sicher aktiv sind. Wir werfen die Flaschenpost also - dieses Mal - noch nicht ein. Looser!
Die knapp 4 h vergehen wie im Flug. Auch interessant: eine halbe Stunde vor dem Anlegen müssen alle in ihre Autos. Von den Bewegungen - so der Drehung um 180 Grad - spürt man absolut nichts, wenn man auf seinem Querbett liegt. Ja, immer eine Frage des Bezugssystems.
Viel schwieriger scheint es, einen guten Platz für die Nacht zu finden. Eigentlich sollte es ein „richtiger“ Wohnmobil- oder Zeltplatz sein. Die beiden in Kristiansand sind aber weit draußen und haben schlechte Kritiken. Die Parkplätze "ohne alles" sind mit 4 € / h auch nicht so doll. Wir nehmen einen und laufen für 2 h durch die Stadt. Wir starten an der alten Festung "Christiansholm", laufen an den Bystranda, vor dem heute eine "Kieler Woche light" mit Konzert stattfindet und laufen - auf Empfehlung von Gemini - ins Viertel Posebyhaven und über die - definitiv sofort als evangelisch auszumachende Domkirche - zurück zum Wohnmobil.
Ich war hier schon mal. Mitte Juni 1997, auf einer Tagung des ETSI. Beim Aufräumen habe ich letztens sogar meinen Reisebericht dazu gefunden! Aber wo war ich? Auch das finde ich - wieder mal aus den Kreditkartenabrechnungen - heraus und ziemlich neben dem Hotel parken wir eher zufällig. Erinnerungen? Fast null.
Wir fahren weiter westwärts und landen - wieder auf einem Parkplatz. Der liegt zwar an der Straße aber auch an einem schönen See und unweit der Nordsee. Zu letzterer führt ein netter Weg - ich würde sagen T3 - in ersterem kann man hervorragend baden. Und beides machen wir.
Neben uns übernachten noch 5 weitere Camper und um 23 Uhr kann man immer noch Zeitung lesen ohne die Lampe anmachen zu müssen. Genau das ist die übrig gebliebene Erinnerung von vor ziemlich genau 29 Jahren.







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