Sonntag, 28. Juni 2026

Morgenspaziergang

In der Nacht haben sich noch einige Wohnmobile auf dem Parkplatz eingefunden. Vermutlich Abendfähre. Deutschland ist hier gut vertreten. 
Was mir schon gestern auffiel und sich heute durchaus bestätigen soll: es gibt immer mal wieder kleine Häuschen im Gelände, die etwa 3 x 3 m groß sind. Öffentliche Klos. Keine WCs. Grundsätzlich freut das sicher jeden Urlauber, auch einen im WoMo, denn auch wenn man da so ein Utensil drin hat, um die Bedürfnisse zu erfüllen, ist man nicht böse, wenn man es nicht nutzt. Diese kleinen Häuschen sind also durchaus willkommen. Der Blick dahin, wo sonst die weiße Keramikschüssel ist, könnte aber schwache Gemüter auf Dauer verstören. Ein Warnhinweis wäre angebracht.
Um den See an dem wir nächtigten führt ein etwa 6 km langer Weg. Ich tippe wieder mal auf T3. Es geht auf und ab, insgesamt etwa 300 Höhenmeter mit teils tollen Ausblicken. Am Ende landen wir dann passend an der Badestelle und der Schweiß ist gleich wieder weg. 


Wir fahren weiter nach Westen und halten in Mandal, einem sehr netten Ort mit Fluss und Nordsee-Zugang, wie wir ihn wohl noch häufiger sehen werden.


Es gibt eine kostenlose Ver- und Entsorgung und daneben einen kostenlosen Parkplatz. Perfekt für eine Tour durch die Stadt mit Mittag im Tapas-Restaurant. 
Die sind auch recht lecker, der junge Kellner extrem nett, aber die Portionen doch ziemlich übersichtlich. Und Patatas Bravas sehend definitiv anders aus. Dennoch werden wir satt, aber vielleicht eine Nachricht an unsere WoMo-Rentner Freunde aus dem Süden mit an Sucht grenzendem Drang nach Frankreich, Spanien und Portugal: ich fürchte, Ihr werdet hier im Norden nicht glücklich. Die Portion Tapas (s.u.) lag bei gut 50€ und war nicht die Erfüllung, ein Fishburger + Lachs-Wrap gestern mit knapp 30€ auch nicht. Bei den üblichen 2 bis 3 Monaten Reisezeit könnte für Euch damit die vom Kanzler beworbene Aktivrente vielleicht ein Thema werden ;-)
Aber: landschaftlich verpasst Ihr definitiv was!


Wir fahren weiter und haben eigentlich einen Parkplatz an der Route nach Stavanger im Auge, um von dort dann zum Lindesnes Leuchtturm zu radeln. Der ist aber voll und wir fahren direkt zum Leuchtturm. Eigentlich gut, denn die 2 x 12 km mit ziemlicher Steigung ohne separatem Radweg wären heute vielleicht etwas zu viel des Guten geworden. Jetzt sind wir also nach dem nördlichsten Punkt Dänemarks am südlichsten Punkt Norwegens, kaufen ein Ticket für die Ausstellungen, auf den Leuchtturm und die Übernachtung auf dem Parkplatz davor für 400 NOK. Fairer Deal und wir sind definitiv in Gesellschaft.
Die Ausstellungen sind sehr informativ, auch die Fotoausstellung „Überlebende“ und die zum Abschuss des Schiffes Palatia mit knapp 1000 Menschen an Bord durch die britische Luftwaffe im 2. Weltkrieg. Interessant zu wissen, dass damals viele Norweger wohl was gegen die Russen und weniger gegen den österreichischen Trottel in Deutschland hatten. 




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