Samstag, 4. Juli 2026

Fahrtag 1 und mögliche Änderung der Strategie

Wir müssen weiter und nehmen uns vor, auf dem Weg von Bergen nach Oslo eine Übernachtung auf halbem Wege einzulegen. Die Wahl fällt auf Geilo. Klingt erst mal geil, oder?
Bis dahin sind es aber unzählige und lange Tunnel, die wir durchfahren müssen und die alle Maut kosten - Mag gar nicht daran denken, was da in den kommenden Wochen in der Post sein wird.



Auf dem Weg nach Geilo haben wir wieder mal einen Kreisverkehr im Tunnel, fahren diesmal korrekt ab (!) und dann unmittelbar danach über eine der längsten Brücken - der Hardangerbrua. Den ersten kurzen gibt es in Eidfjord an dem gleichnamigen Fjord, der in der Nähe beginnt und bis in die Nordsee führt. Passend große Schiffe (inklusive Platz für kleine Schiffe )für diese Strecke liegen jedenfalls im Hafen. Und zwei VW Bullis, die uns schon eine Weile begleiten.



Der zweite Stopp ist wieder ein Higlight: Vøringsfossen. Ein ziemlich beeindruckender Doppel-Wasserfall. Wir parken gleich am ersten Parkplatz und laufen sämtliche angelegte Pfade ab. Natürlich auch die ziemlich spezielle Leiter aus Metall. Leider fehlt der Sonnenschein und es ist voll. Beeindruckend ist es dennoch. Es gibt auch Drohnenpiloten - aber ich bin zu feige und lasse unsere im Wohnmobil.
Leider kommen die Bilder nicht so gut rüber, vielleicht ja das Panorama auf der Vision...



Der Weg geht weiter durch ziemlich unwirtliches Gelände. Nur Steine, keine Vegetation. Hochebene. Ich lerne später: hier in der Gegend wurde wohl Starwars V gedreht. Muss ich mir wohl noch mal anschauen.



Wir übernachten dann wirklich in Geilo, direkt an einem P+R Parkplatz der Bahn für 40 NOK/24h. Das ist fair. Hier gibt es noch etwas, woran ich mich noch als Kind erinnere; Warteräume bei der Bahn! Dadrin ist es warm, es gibt angenehme Sitze und Toiletten. Tja ...


Abendessen gibt es heute im Hallingstuene und da lassen wir es mit Bergforelle und einem Filet von Rudolph dem Rentier so richtig krachen. Ja, ich bekomme jetzt wohl nie wieder Weihnachtsgeschenke, egal. Habe genug Socken.
Der Kellner, gebürtiger Deutsche, Baujahr 78, aufgewachsen in der Türkei, gelebt in Deutschland ist ausgewandert, weil er das Schmarotzertum dort nicht mehr ausgehalten hat. Das 150 Jahre alte Restaurant in dem er arbeitete und welches 2 Weltkriege überstanden hat, ist nach Muttis "Wir schaffen das" und Corona den Bach runter - und er wurde zum begeisterten (nicht Nazi) - AfD Begeisterten. Wie bekommt man solche Menschen zurück, die vielleicht den ein oder anderen Punkt haben?

Wir jedenfalls überlegen uns, doch nicht den Weg über Oslo - Göteborg - Malmö - Kopenhagen - Rostock zu nehmen, sondern von Oslo die Route nach Kristiansand zu schließen und wieder die Fähre zu nehmen. Na, wir schauen mal...

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