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Montag, 31. August 2026

Zum dritten und letzten (?) Mal

2014 und 2022 war ich schon mal hier und habe mich über WoMos informiert. Die Entscheidung ist ja nun 2023 gefallen und dieses Mal geht es um 2 abgedachte Optimierungen.
Klar, dafür muss man nicht vor Ort fahren, aber wenn man es mit mehreren anderen Terminen verbinden kann, passt das schon. 
Tickets habe ich am Abend zuvor problemlos gebucht, beim Ticket für den Parkplatz drehte ich mich auf der Webseite allerdings im Kreis. Gemini meinte, P1 wäre optimal und ein Parkticket kein Problem. Wir sind kurz vor halb 10 vor Ort - und werden fortgeschickt. Alles voll, und das nicht am Wochenende. Der Alternativ-Parkplatz am Flughafen ist "nur 9 min entfernt" - das sind zurück aber knapp 5 km und mit Laufen, Bus und Bahn dann aber locker 45 min. Wir sind kurz vor 11 auf der Messe. Fazit: vergiss Gemini und höre auf niemanden, der Dir etwas anbietet. Passende Parkplätze gibt es auch näher an der Messe.

Und ja: ich finde eine (glaube ich) einzige 12V Dachklimaanlage, die aus Spanien kommt. Der freundliche Kollege erklärt mir viel, gibt mir seine Karte - vielleicht besuche ich Ignazio ja mal in Madrid. Und auch bei Li-Batterien mit Bluetooth/WLAN Anbindung finde ich 2 Hersteller, die meine Anforderungen (viel Power, unter den Sitz passend und WLAN Steuerung) anbietet. Gehe ich vor der kommenden Saison an.

Nebenbei sehen wir ganz viele Dinge, die eher nicht in Frage kommen. Ein Klo, das nur Asche übrig lässt. Eigentlich eine gute Idee, aber bei so einem heißen Stuhl weiß ich nicht so recht.
Und die hydraulische Nivellieranlage von Linnepe hatte ich schon mal im Auge, aber das ist doch schon ganz schön aufwendig. Da stehe ich auch mal schräg. Auch die Split-Klimaanlage ist doch nicht so das Richtige.


Aber wir bekommen durchaus auch sinnvolle Inspirationen z.B. was Wasserkreislauf und Außendusche betrifft. Und dann schlendern wir durch die Hallen und sehen wie in den vergangenen Jahren einige zweifelhafte Objekte. Pössl mit seinen großen Roadster XL - vermutlich als Gegenstück zum Hymer Grand Canyon - ist da noch das kleinste Übel.


Perverser werden die Teile in Bus-Größe, die sich dann teilweise noch zur Seite und nach oben - als Dachterrasse - ausfahren lassen. Und natürlich muss auch irgendwo Platz für den Porsche sein.



Immerhin: wie 2022 finden wir am Ende noch einen Hoffnungsschimmer: damals hatte Bürstner ja einen Prototyp E-WoMo auf Ford Transit Basis vorgestellt, der sich nie realisiert hat.
Jetzt bietet eine Würzburger Firma 6 m Vans mit E-Antrieb und 450 km WLTP an, die man wirklich KAUFEN kann! Gut, die Innenausstattung ist nicht zeitgemäß, aber immerhin.


Am Ende komme ich zu dem erfreulichen Ergebnis: die Größe und Raumaufteilung in unserem WoMo sagt uns am meisten zu. Und was sich noch verbessern lässt, gehen wir entspannt an. Es bleibt also vermutlich mein erstes und letztes WoMo - und der letzte Caravan Salon.
Wir wollen morgen nach Wolfenbüttel und fahren schon mal ein paar Kilometer. Es wird ein kleiner Zeltplatz am Möhnesee und da haben wir für morgen schon eine Idee ...

Sonntag, 30. August 2026

Noch ein Stück zu fahren

Bis Düsseldorf sind es noch eine ganze Menge Kilometer und wir brechen rechtzeitig auf. Schon gestern hat es bei dem Ortsnamen Nienburg irgendwie geklingelt und als wir dann später erst am Weser-Kanal und dann an der Weser entlang fahren war es mir klar: hier bin ich 2014 auf meiner Weser Radtour vorbei gekommen. Und damit erinnere ich mich auch an Orte wie Porta Westfalica, Minden, das Kaiser-Wilhelm Denkmal. Beim Schild "Lemgo" kommen natürlich auch Erinnerungen an das Update meine 2 x 200l Ecouton Lautsprecher auf. Aber wir fahren weiter bis an den Kemnader See - eigentlich der aufgestauten Ruhr, die ich 2019 entlang geradelt bin.

Wir machen dort kurz Stopp und laufen zum Leuchtturm am See - der ist gerade mal doppelt so hoch wie ich - hatte ich noch nicht - bevor wir uns kurz in Hattingen mit eine Freundin treffen im Café treffen. Wir sind vernünftig und fahren weiter, sonst wäre das ein weitere feucht fröhlicher Abend geworden.


Ziel ist ein kleiner Zeltplatz direkt an der Ruhr rund 30 km entfernt von der Messe Düsseldorf. Die Hoffnung: wir kommen entspannt dort an, wenn die Türen morgen früh dort öffnen ...




Samstag, 29. August 2026

Nach dem See radeln wir ums Meer

Wir schauen uns erst einmal in der Nähe unseres Stellplatzes um. Ja, hier gab es früher mal eine Hütte. Wir klappern ein paar der Wegpunkte ab und die Erklärtafeln tun was sie sollen recht gut. 



Aber wir müssen weiter nach Westen. Das Steinhuder Meer hatte ich schon öfter auf den Schirm, es aber nie dahin geschafft. Heute ist es dran und wir peilen Mardorf auf der Nordseite an. Da es dort keine Parkplätze gibt, auf denen man nachts einfach stehen kann, suchen wir uns einen der Campingplätze aus.


Aber vorher holen wir die Räder raus und fahren gegen den Uhrzeigersinn um den See, sorry: um das Meer natürlich. Gute 10 km geht es durch Naturschutzgebiete - aber vom Meer ist nichts zu sehen. Dann kommt irgendwann Steinhude und der Ort ist ziemlich touristisch erschlossen. Mir fallen sofort Zingst und Prerow ein. Wir speisen ganz nobel in den Strandterrassen. Die haben sich heute auf eine Hochzeitsfeier vorbereitet: Sarah und Osama (echt jetzt!) heiraten heute. Vorher poussieren sie am Strand mit einem Streicher und jemand nimmt ein Video auf.


Steinhude ist ziemlich genau Halbzeit und der Weg an der Ostküste ist noch netter und fast immer im Wald, so dass wir den starken Wind nicht spüren. Eigentlich wollten wir heute auf einem WoMo Platz "Surfers Paradise" (nicht das bei Brisbane) übernachten. Da gibt es aber keine Plätze mehr - sind auch wirklich viele Surfer drin. 
Bei zwei weiteren Zeltplätzen das Gleiche. Zurück im Wohnmobil telefoniere ich etwas und werde fündig.


In Mardorf ist dieses Wochenende Sommerfest.Umzüge, Parties, Musik. Nun ja. Cool ist jedenfalls die Skyloop. Man kann da hoch laufen und runter rutschen oder an einem 10 m langen Seil schaukeln. Eigentlich ganz interessant ...

Freitag, 28. August 2026

Jetzt mal nach Westen

 ... und zwar mit einem Ziel: Düsseldorf. Wir wollen mal wieder zum Caravan Salon. Nee, kein neues WoMo, sondern nur bei bestimmten Teilen schauen, was es da so für Alternativen gibt.

Um aber einfach dort hinzufahren ist die Stadt aber zu weit entfernt. Wir kombinieren das mit Besuchen bei verschiedenen Freunden.
Erstes Ziel: Groß Isilde in der Nähe von Peine. Vor ein paar Tagen kam die Nachricht, dass unsere ehemalige Nachbarin an der Ostsee nun auch verstorben ist. Ihre fast gleichaltrige Tochter habe ich bestimmt schon 40 Jahre nicht gesehen und wir nehmen die anstehende Beisetzung zum Anlass uns mal wieder zu treffen und grillen mit der ganzen Familie bei ihr Zuhause. Natürlich gibt es unendlich viel zu erzählen. 
Wir übernachten entspannt auf dem Starterhof - hier nutzen junge Startups alte, zu einer ehemaligen Stahl-Hütte gehörenden Gebäude. Auch auf den Wegen finden wir eine ganze Menge ausrangierter Bauteile aus der alten Hütte - das schauen wir uns morgen noch mal an....


Montag, 17. August 2026

Kurz mal um die Ostsee radeln

Ok, es geht um DEN und nicht um DIE Ostsee. Kleiner Unterschied.
Ersterer ist ein alter Tagebau, der seit einigen Jahren geflutet wird und am Ende der größte künstliche deutsche Binnensee werden soll. 
Es gibt einen etwas optimistisch anmutenden Masterplan, in dem die Stadt Cottbus bis 2050 symbiotisch und CO2 neutral bis zum See wachsen soll. Wir werden sehen. Auf jeden Fall ist das Ganze ziemlich beeindruckend. Wir parken am Lakoma Aussichtspunkt und halten dann am Aussichtspunkt bei Merzdort, der seinen Namen verdient.
Von dort hat man nach 173 Stufen auf 34 m einen wirklich guten Blick auf den See - vom Kraftwerk Jänschwalde im Nordosten über die Windräder im Osten bis zum noch wenig besonderen Süden.
Ein halbes Dutzend ausführlicher Schilder informiert über die Geschichte, den Plan und den aktuellen Stand. Seit 2018 wird der aufwendig umgebaute Tagebau schon mit dem Wasser der Spree geflutet, so genug vorhanden und das soll bald abgeschlossen sein.


Ich mache Fotos von den Plakaten, denn wir haben keine Zeit: laut Regenradar soll es in rund 2 h regnen - und da wollen wir rum sein. 
Eigentlich nicht schlimm, aber nicht überall ist der Weg schon ausgebaut und mangels fehlender Informationen verfahren wir uns auch 3 Mal kurz. 
Wir stoppen ab und zu, so auch an einem Ort, den es von 1498 bis 1986 gab und der dann dem Tagebau weichen musste und ich frage in die Runde: wie hoch mag die Wahrscheinlichkeit sein, dass wir damals Briketts verbrannt haben, die genau hier ihren Ursprung hatten? Wir sind uns einig: ziemlich hoch.
Es werden rund 27 km und wir werden nicht naß - dafür geht es komplett im Regen nach Hause.

Sonntag, 16. August 2026

Neuland

An diesem Wochende ist in Peitz (nahe Cottbus) Jazzwerkstatt. Die gibt es - mit Unterbrechungen - schon seit 1973 - ein Ex-Kollege und Camperfreund hat mich darauf hingewiesen.
Ich wusste gar nicht, dass er derart musikalisch offen ist. Eigentlich bin ich ja auch ein ziemlicher Jazz Freund, aber Jazz ist ein weites Feld und hier komme ich an meine Grenzen. Habe mir die Bands vorab alle mal bei YouTube angeschaut. Das Programm von Freitag ging gar nicht. Samstag war auch nicht viel besser und da es extrem heiß werden sollte und das Programm am Sonntag etwas besser schien, haben wir uns für Sonntag entschieden.
Musik hat für mich 3 Bestandteile: Melodie, Harmonie und Rhythmus. 
Fehlt einer, ist es meist spannend, fehlen 2 herausfordernd, fehlen alle 3 betrachte ich es eher als Geräusch. Damit tue ich vielen Free-Jazzern sicher unrecht. Aber es ist dann wirklich nur noch anstrengend. Na ja, wir haben 2 Konzerte auf der Freilichtbühne und 2 in der Stüler Kirche mitgenommen. Das letzte war eine Jam-Session mit dem 83 jährigen Conny Bauer und es gab nette Momente ohne störende Geräusche.


Es ist 17 Uhr und wir entscheiden, noch eine Radtour um die Karpfenteiche zu machen Auf der anderen Seite gibt es die "Maustmühle" - ein perfektes Ziel und nur rund 7 km entfernt.
Wir kommen am irgendwie schon beeindruckenden Wärmekraftwerk Jänschwalde vorbei - immerhin rauchen nur 2 Schlote. Allemal ein schönes Motiv. Ebenso wie das des nicht-Köstritzer-aber-so-ähnlich-klingenden-Dunkelbiers. Dazu ein klassisches Würzfleisch - Ragout Fin - mit dem ich quasi aufgewachsen bin.


Als Zeltplatz hat die Jazzwerkstatt einen netten Park hinter EDEKA mit Zugang zu den Toiletten einer ehemaligen (?) Gaststätte angemietet. Passt.



Samstag, 1. August 2026

Urlaub vom Urlaub

Noch keine 20 Stunden daheim, nur eine von 3 Wäscheladungen fertig - und wir brechen schon wieder auf. Aber nur kurz und nicht weit. Es geht wieder mal in die Therme nach Bad Wilsnack. 
Wir treffen uns wieder einmal mit meinem Studienfreund aus Dresden. Nachdem der vor knapp 2 Jahren sein WoMo verkauft und inzwischen ein neues hat, müssen wir da erst mal eine Abnahme machen und haben einen langen Abend vor dem Camper.
Die 2 Bier und 1 Flasche Rotwein - pro Person - waren dann vielleicht doch etwas viel, dennoch sind wir kurz nach Öffnung der Therme schon in der ersten Sauna. Es wird wie immer ein entspannter Tag und das Highlight - der Salzdom in dem man einfach schweben kann - ist heute 2 Mal dran. Na und am 2. Abend gibt es dann auch weniger zu trinken denn am nächsten Morgen geht es dann auch schon wieder heim.
Er plant dann auch gleich gute 3 Wochen mit dem neuen Camper durch Wales zu reisen. 
Na dann: immer schön auf der falschen Seite fahren!
Und was den neuen Camper angeht: ja, sehr nett. Mir gefällt unsere Ausstattung dennoch deutlich besser oder sagen wir: passender.




Donnerstag, 30. Juli 2026

Ein langer Ritt am Stück

Unser Flug wurde ja um 3 h auf 10:30 verschoben. Also kurz nach 7 Uhr aus dem Hotel auschecken, die Leute abholen, deren Apartment übergeben, tanken, Reifendruck prüfen und das Auto am Flughafen abgeben - eigentlich hat auch diese Verschiebung von Air Corsica die Sache entspannter gemacht.
Obwohl wir unseren Sitzplatz schon gestern bekommen hatten, piept es bei dreien von uns beim Boarden: umsetzen! - wegen des Gleichgewichts. Der Flug ist nicht mal zu 40 % belegt. 
Die 1 ½ h bis München vergehen "wie im Flug" und unser Bergspezialist erkennt eine ganze Reihe von 2 - 4000ern, auf denen er schont war.
In München angekommen finden wir nach etwas Suchen und Rumlaufen auch den AVIS Schalter. BYD oder Cupra? Hatte ich beide noch nicht und nehme letzteren. Trotz Combi haben wir Mühe, das Gepäck unterzubringen und die Heckklappe meint dauernd, unter lautem Piepen autonom zugehen zu wollen. Das nervt. Auch einige Bedienelemente sind ungewohnt. Trotzdem steigen wir am Flughafen in München ein - und nach knapp 600 Kilometern, langem Stau auf der A9, 40 Grad Außentemperatur ohne Pause rund 6h später in Dallgow am Toro Negro wieder aus.
Er kann es noch - und hat sich ein Rinderfilet verdient.
Der Cupra hat sich dann doch gut geschlagen: trotz längerer Strecken mit 140 - 165 km/h verbrauchte er nur rund 6,2 l. Nicht schlecht und ich werde ihn tags drauf in Spandau problemlos los - nur nicht nahe des Bahnhofs, wie ich eigentlich hoffte.
Ohne Verluste aus dem Urlaub mit 7 Leuten zurück. Uff...



Mittwoch, 29. Juli 2026

Wir lassen es langsam ausklingen

Nachdem wir unseren LH Flug von München nach Berlin morgen nicht erreichen werden, braucht es Plan B. Einen späteren Flug zu buchen, sehe ich nicht als Option - vielleicht lässt sich Air Corsica ja noch eine Verschiebung einfallen. Ich checke mal die Autovermieter und buche dann bei AVIS einen Combi, den ich in Spandau abgeben will.
Koffer packen ist angesagt - was man doch alles für eine Woche braucht, bzw. nicht braucht, denn einige Klamotten gehen so wie mitgebracht zurück.
Dann noch die Boardingpässe für die 5 von uns besorgen / verteilen und wir entscheiden uns, noch mal an den ersten Weststrand zu fahren, dort war es wirklich schön. So lange war ich glaube ich schon lange nicht mehr im Wasser - es ist verdammt heiß.
Wir wollen abends nicht so spät zu Abend essen und treffen uns 2 km westlich von unserer Unterkunft. Das Cala Braise hat gute Kritiken und da wollten wir schon vor ein paar Tagen rein. Die wollen uns aber nicht - ausgebucht.
Unweit gibt es das KOS. Auch eine gute Wahl. Endlich mal leckern Pulpo - und sehr nette Bedienung.



Dienstag, 28. Juli 2026

Noch ein Tagestrip: Scandola, Girolata und Le Calanques de Piana

Hier war ich schon 2016, habe einen Bootstrip gemacht und bin die recht beeindruckende Küstenstraße entlang gefahren und gelaufen. - Das wollte ich den anderen nicht vorenthalten.
Es sind wieder rund 2 h Fahrt und hier kommt man als erstes an den Felsformationen von Piana vorbei. Die schmale Straße bietet eine ganze Menge Haltebuchten, die aber auch gut ausgenutzt werden. Die meisten Menschen laden diese tollen Motive natürlich zu Fotos und Videos ein. Unser Bergsteiger fühlt sich genötigt, einfach mal so in Turnschuhen auf einen der felsigen Hügel an der Straße zu kraxeln - auch wenn's da dann gleich richtig runter geht. Definitiv eine Herausforderung - vor allem für ein Elternteil, was das mitansehen muss.


Ende letzter Woche hatte ich ber GetYourGuide die Bootstour zum UNSESCO Welterbe Scandola / Girolata gebucht - die dann spontan abgesagt wurde. Der zweite Versuch bei einem anderen Anbieter wahr erfolgreicher und so sind wir pünktlich im Office in Marine de Porto, um das endgültige Ticket abzuholen. Es ist ziemlich warm, aber während die anderen sich im Restaurant abkühlen, müssen 2 von uns natürlich noch auf die kleine Festung - der Blick von dort lohnt sich wie erwartet.



Wir wandern über den kleinen Hügel an die sauber ausgeschilderten Anlegeplätze - es gibt hier eine ganze Reihe Anbieter - und es dauert nicht lange und ich sehe das "Hybrid" Boot von vor 10 Jahren. Offensichtlich läuft das Geschäft gut, denn wir sind auf einem weiteren, deutlich größeren Hybrid-Boot des gleichen Anbieters. Leider haben wir eine "nur französisch" Tour nehmen müssen. Immerhin hängt ein QR Code für verschiedene Sprachen aus.
Aber muss man wirklich wissen, was sich irgendjemand bei einer der Felskonfigurationen gedacht und es danach benannt hat? Wir genießen einfach und dieses Mal wird auch niemand seekrank.



Wir machen - wie damals - einen 40 min Stopp am Strand von Girolata und nutzen den für einen Badegang, bevor es mit recht hoher Geschwindigkeit nach Porto zurück geht.
Wir entscheiden uns, auf dem Rückweg einen Stopp in Cargêse (war ich 2016 auch schon) einzulegen - das ist ist ca. ⅓ des Weges - und dort zum Abendessen einzukehren. Das "A Volta" gleich neben der Kirche bietet wirklich leckere, gehobenere Kost zu fairem Preis. Wir sitzen alle an einem runden Tisch ...



Montag, 27. Juli 2026

Eigentlich schade um die Zeit

Heute ist Montag - und ich bekomme doch wirklich um 7:35 eine Antwort von Check24. Sieht so aus, als ob da wirklich am Wochenende nicht gearbeitet wird und die überforderte KI keine Hilfe ist. Na ja, die kurze Mail war auch keine, denn Check24 weist alle Verantwortung von sich und verweist an Air Corsica. Also brauche ich den Vormittag Zeit und kämpfe an 3 Fronten:
- böse Email an Check24: so geht das nicht!
- eine (zunächst) freundlichere an Air Corsica mit der Bitte um Lösungsvorschläge
- einen Anruf bei Lufthansa, was das Umbuchen auf einen späteren Flug kostet. Ernüchterndes Ergebnis: 370 € - pro Person, also mal 4.
Prophylaktisch schreibe ich auch meine Rechtsschutzversicherung an - nur für den Fall, dass ich richtig böse werde - und um die hoffentlich positive Antwort gleich den nächsten Schreiben beifügen zu können. Damit ist der Vormittag fast rum, aber heute macht eh jeder sein Ding. Gut so.
Wir entscheiden uns, an einen anderen Strand an der Westküste zu fahren - nach Villanova. Da liegen eine ganze Menge SUPs, Kajaks und Motorboote am Strand - aber so richtig schön sind weder Strand noch das Wasser, denn es sind viele scharfkantige Felsen und Steine. Wir entspannen so etwa 2 Stunden.


Wieder im Hotel wartet eine weitere Email von Check24. Die ist deutlich länger und entschuldigend, erklärend - ich wette, KI generiert.
Wie krank ist das? Erst nutzt einer die KI, um eine ausführliche E-Mail zu schreiben und dann nimmt der andere die KI, um sie zusammenzufassen und die Fakten zu extrahieren. Beides verbraucht Rechenleistung, Energie, neue Rechenzentren …
Wäre klar und effizient zu kommunizieren nicht die bessere Lösung? 
Nun ja, sie bieten an, den Rückflug bei Lufthansa zu stornieren, dann kriegen wir wenigstens die Steuer von 4 x 67 € zurück. Sollen sie machen ...
Und auch der DAS Rechtsschutz hat sich gemeldet und gibt die Deckungszusage. Immerhin.

Für den Abend haben wir uns an der Kathedrale in Ajaccio verabredet - und dieses Mal kommen wir auch alle rein. Die gut 3,5 km vom Hotel gehen wir zwei dieses Mal zu Fuß und kommen an einem Strand mit tollem Namen vorbei. So voll wie ich es erwartet hatte, war es da dann dort aber doch nicht.


Wir sind die ersten, und da Napoleons Geburtshaus um die Ecke ist, muss ich auch dort noch einmal hin. Das Kollektiv entscheidet sich letztendlich für das Sushi Restaurant "Sushi Shop". Nun ja, die sind wohl eher ein Lieferdienst, machen aber extra einen Tisch für 7 frei. Wasabi und Ingwer aus kleinen aufzureißenden Taschen, die an Feuchttücher erinnern ist wirklich gewöhnungsbedürftig und nicht richtig lecker. Immerhin werden alle satt. 


Zurück im Hotel erwartet mich noch Chris, der Australier, der mir beim Frühstück die Bilder seines Lebens in die Hand gedrückt hat. Die gebe ich ihm auch gleich zurück und er erzählt mir das, was er schon tags zuvor beim Frühstück erzählt hat - und auch genau so anderen Gästen erzählte, wie ich nebenbei mitbekam. Ich hätte da eine recht klare Diagnose für den Anfangszustand eines Leidens, aber erfahre in den 2 h dann doch noch einiges mehr. Nach Mitternacht muss ich ins Bett, denn morgen steht wieder eine Tour auf dem Plan.

Sonntag, 26. Juli 2026

Tagestour nach Bonifacio

Die Entfernungen hier sind wirklich nicht zu unterschätzen. Obwohl Ajaccio zumindest vertikal gesehen in der Mitte liegt, sind interessante Ziele durchaus ganz schön weit weg.
Ziel für heute ist Bonifacio dran und - da war ich noch nicht - rund 2 ½ h entfernt.
Zur Entspannung gibt es nach der Hälfte der Strecke im No-Stress-Café in Propriano noch Eis und Espresso. 


In Bonifacio suchen wir erst mal einen Parkplatz und merken schnell: ziemlich cool hier. Das liegt vermutlich an 3 Dingen: 
- dem langestreckten und als Hafen genutzten Fjord
- der coolen Felsenlandschaft 
- der imposanten Burg/Festung mit zugehöriger Stadt auf einem Felsen
Es geht steil die Treppen hoch - und das ersparen wir unserer 79 jährigen Teamältesten. Wie erwartet ist die in der der Festung angelagerten Stadt gut belebt, oder besser sehr touristisch erschlossen. Aber abends dürfte es hier durchaus gemütlich sein. 


Wir lösen ein Ticket und könnten eigentlich Stunden zubringen, sämtliche Infotafeln in den dunklen Räumen zu studieren. Zusammenfassung: immer wieder Kämpfe um die Stadt/Insel zwischen Korsen, Italienern, Franzosen. Halt wie überall, schon immer und immer noch auf der Welt. Liegt einfach in der DNA der menschlichen Spezies. 



Wir kehren am späten Nachmittag bei einem Italiener am Hafen ein. Vor 19 Uhr gibt es da nur Pizzen. Wir werden satt, es ist vermutlich das billigste Abendessen in dieser Woche und wir brechen noch mal zum 15 min entfernten Strand Plage de Piantarela auf. Eigentlich gibt es da wohl geführte Kajaktouren durch Höhlen, aber dafür ist es zu spät. Schon ein paar Hundert Meter vor dem Strand ist alles vollgeparkt und Menschenmassen kommen uns entgegen. Angekommen stellen wir fest: hier ist eigentlich gar kein Strand. Der Weg dahin führt knapp 100 m über Steine am Wasser. Etwas Kraxelei, die wohl alle uns Entgegenkommenden hinter sich haben. Wir laufen zur letzten Kreuzung davor - von da geht laut Karte ein anderer Weg zum Strand - aber leider nur ein privater. Die Jugend kämpft sich zum Strand durch, ich gehe  noch etwas Schwimmen und dann geht es getrennt heim nach Ajaccio. Gute 2 h aber trotzdem eine entspannte Fahrt. 
Tja und wenn alles klappt, bin ich in gut 8 Wochen schon wieder in Bonifacio...
... und immer noch nichts Neues von Check24. ich frage ein weiters Mal nach. 

Samstag, 25. Juli 2026

Wandertag

Nachdem unser Bergprofi sich gestern verausgabt hat, kann er auch heute 3 Gänge herunter schalten - und eine Wanderung mit mir unternehmen. Immerhin bekommt er dafür die gut 2h An- und Abfahrt, die mit Öffentlichen nicht möglich sind und mit 2352 m ist der Monte Renoso locker auch ein 2000er.
Die Anfahrt mit der locker 3 stelligen Anzahl von Kehren fordert schon die ganze Aufmerksamkeit, auch weil die Population der Idioten auf der Straße deutlich ausgeprägter ist als in Norwegen.
Der Weg geht erst recht steil hoch, dann entspannt zum Lac de Bastani und dann wird es etwas haarig - den Weg möchte ich nicht abwärts laufen, muss ich aber auch nicht, denn wir gehen einen Rundweg.


Das letzte Stück zum Gipfelkreuz ist dann wieder entspannt und es warten schon einige dort.
Ein junges Mädel hat mehr Mut als ich und lässt ihre DJI neo2 herum sausen. Bin etwas neidisch, meine ist im Hotel und hier noch nicht geflogen. Zu Hause steht Flugtraining auf dem Plan…
Und ja, es liegt noch ein wenig Schnee. Es werden dann gut 10 km und 700 Höhenmeter rauf/runter - eigentlich nicht viel.
Dennoch tut der Abstieg meinen Knien so gar nicht gut - und irgendwie zwickt es dann die nächsten Tage an einer meiner rechten Rippen, obwohl ich mich an keinen Absturz erinnere.


Vielleicht liegt das ja am Restaurant „Chez Pech“ in das 5 von uns nach einer ausgiebigen Dusche einkehren. Das junge Paar ist bei einem „Sonnenuntergangs-JetSki-Training“ und davon später ziemlich beeindruckt.
Immer noch keine Nachricht von Check24.

Freitag, 24. Juli 2026

Mir schwant da was …

Als wir spät abends aus dem Restaurant zurück sind, sehe ich noch eine E-Mail von CHECK24. Auch der Rückflug für vier von uns am 30. Juli verschiebt sich von morgens früh um 7:15 Uhr auf 10:30 Uhr. Grundsätzlich wäre das ja dann auch entspannter, wäre da nur nicht der Anschlussflug, den wir jetzt definitiv nicht mehr erreichen. Ich schreibe gleich noch eine E-Mail an CHECK24, ärgere mich mit der blöden KI Sophie herum und warte erst mal ab.
Heute macht erst mal jeder was er will. Unser Bergsteiger fährt ganz früh mit dem Zug ins Zentrum und erklimmt einen 2000er. Das junge Pärchen erkundet die Gegend und die beiden älteren Damen den nahe gelegenen Strand. Wir scheinen noch im Norwegen / Dänemark Modus zu sein und fahren zu einem Leuchtturm etwas westlich, der erst erklommen werden möchte. 


Schon gestern habe ich im Cockpit des Autos die Reifendruckanzeige gesehen. Na gut, die leuchtet schon mal öfter länger. Kurz vor dem Leuchtturm wechselt die dann zum Schraubenschlüssel mit rotem Ausrufezeichen und beim Blick von außen wird schnell klar, um welchen Reifen es geht. Die nächste Tankstelle ist zurück in Ajaccio und so müssen wir unser zweites Ziel für heute aufgeben. In dem Reifen hinten rechts waren wirklich nur 0,5 bar - vielleicht hätte sogar Pusten geholfen. Wir nutzen das uns gehen mal für eine Stunde an den Strand in der Nähe des Hotels. Wasser sehr sauber, warm aber ohne Schirm wird’s hier schnell zu viel.


Frisch aufgepumpt geht es dann weiter zum einem Weststrand zwischen zwei vielversprechenden gastronomischen Einrichtungen Le Pirat und U Paradiso. Der Weg wird irgendwann sandig, Parkplätze gibt es kaum noch - ein offensichtlich öffentlich verteilter Geheimtipp. Es herrscht offensichtlich Frauenüberschuß und die Bevölkerungspyramide ist noch eine solche. Damit kann ich umgehen…

Zurück im Hotel buche ich über GetYourGuide eine schöne Bootstour von Marine de Porto nach Scandalo und Girolata, die ich eigentlich schon vor 10 Jahren gemacht hatte. Wird den anderen auch gefallen.
Für den Abend haben wir uns im Lamparo neben der Kathedrale verabredet. Die kenne ich schon, ist sehr beeindruckend aber heute nicht für die Öffentlichkeit geöffnet. 
Das Essen ist heute keine Offenbarung geht aber in Ordnung.
Keine Nachricht von Check24 - ich hake noch einmal nach und bitte um Rückruf. 



Donnerstag, 23. Juli 2026

Soweit entspannt

Vor ein paar Tagen bekamen wir die Nachricht, dass sich der Flug mit Air Korsika von München nach Ajaccio von 9:40 auf 13 Uhr verschiebt. Das machte Frühstück und Anfahrt in diesem Fall deutlich entspannter. Auch wenn wir die Bordkarten alle auf unseren Handys haben, werden sie nochmal ausgedruckt. Umso Überraschender: beim Boarding selbst piept es dann 2 Mal: einige von uns bekommen dann doch noch einen anderen Sitz: wegen der Balance, denn das Flugzeug ist halb leer. Ich sitze dann die ganze Zeit recht still. 


Nach 1 ½ h ist der Flug auch schon vorbei, das Gepäck wartet schon und wir nehmen die beiden Mietautos in Empfang. Peugeot 209, VW Polo. Ersterer ist ein Hybrid. Sowas fahre ich nun ja schon seit 23 Jahren, aber der hier ist anders. Fuß vom Gas heißt hier nicht „Segeln“ sondern „Rekuperieren“. Daran muss man sich erst mal gewöhnen. 
Die beiden AirBnBs und das Hotel sind schnell gefunden und auch da klappt alles reibungslos. Der Ausblick aus dem Zimmer ist nicht schlecht, könnte aber besser sein. 


Der Ausblick auf das Essen im nahe gelegenen Restaurant nicht. 
Wir brauchen eine ganze Weile, bis wir damit durch sind. Aber hier gehen wir am letzten Abend noch einmal hin. 




Mittwoch, 22. Juli 2026

Und schon geht’s weiter

Dieses Mal in den Süden, nicht mit dem WoMo dafür mit der ganzen Mischpoke von 7 Leuten. 
Das hatten wir schon einmal 2022 nach La Palma, und 2025 nach Teneriffa in etwas anderer Konfiguration. Dieses Mal geht es nach verschiedenen Überlegungen wie Azoren und Kreta und erfolgreicher basisdemokratischer Abstimmung nach Korsika. 
Da war ich 2016 schon mal. Die meisten Flüge gehen nach Bastia, was ziemlich im Norden ist und weshalb ich vom Süden noch nichts kenne. Deshalb dieses Mal Ajaccio. Nur gehen vom BER keine Direktflüge dorthin. Aber von München. Und da einer sowieso von dort los muss, fliegen die 6 anderen dort hin. 
Eigentlich hätte man es mit einem Flug um 6:30 durchaus rechtzeitig zum 9:30 Flug schaffen müssen, aber da man das Gepäck nicht durchchecken konnte und die Wege im MUC sehr weit sind, gehen wir kein Risiko ein, fliegen einen Tag früher und übernachten halt im Ramada am Flughafen.
Der schöner Ausblick aus dem Fenster ändert leider nichts an der Tatsache, dass es in der Einflugschneise liegt. 



Dienstag, 14. Juli 2026

Das wars

Alles gut geklappt. Keine Beulen oder Kratzer und keine Verluste. Das ist nicht immer so und dann darf man sich auch freuen. 24 Übernachtungen am Stück sind jetzt nicht so viel, aber bis dato unser Maximum. Da geht noch was. Auf knapp 3000 km haben wir viel gesehen und etwas Gefühl für Norwegen und Dänemark bekommen. Insbesondere in Norwegen ist die Landschaft toll, die Infrastruktur gut in Schuss, alles sehr sauber, kein Müll, kein Graffiti und nur sehr wenige Idioten auf der Straße. Und ja, die E-Autos sind in der Überzahl. So viel auf der "Haben-Seite".
Essenstechnisch war es zumindest für uns keine Offenbarung. Ok, der Räucherfisch ist gut, aber woanders auch.
Kostenmäßig ist es recht intensiv. Alles und für alle. Und das ist vielleicht auch der Grund, warum alles ganz gut in Schuss ist - und vielleicht ja auch nicht schlecht.
Ich warte noch auf die Rechnung (wird nur monatlich erstellt) für die Maut die wir zu zahlen haben. Gehen von mindestens 300-400 € aus. Damit dürften wir dann mehr dafür als für Sprit gezahlt haben. Da man dort ja meist nur 60 - 80 km/h fahren kann, haben wir dort unter 8 l für 100 km gebraucht. Nicht schlecht für eine Blechbüchse mit dem CW Wert einer Schrankwand.
Machen wir das noch mal, es war ja immerhin nur eine kleine Runde und Trondheim, Tromsø und Nordkap fehlen? Hm. Es ist viel zu fahren und eine weite Anreise.
Ich habe gerade gelernt: bei den Hurtigruten kann man quasi ein Hop-On-Hop-Off machen und 1 oder 2 Tage in einem Ort bleiben und dann das nächste Schiff nehmen. Vielleicht ist das ja mal eine Option. Die aktuellen Übernachtungs-Standorte waren jedenfalls so in etwa diese hier:



Montag, 13. Juli 2026

Auf nach Kalifornien

Trotz des recht intensiven Abends müssen wir raus, denn heute steht einiges an. Zwischen 16 und 17 Uhr wollen wir in Schwerin sein und davor einfach noch die Gelegenheit nutzen, nach Frühstück mit Tagesthemen kurz nach Kalifornien - und Brasilien - zu radeln. Ja, hier hatte jemand irgendwann wohl Humor - oder Sehnsucht. Der Radweg geht dabei direkt am - teils FKK - Strand entlang, heute ziemlich im Nebel.
Natürlich haben wir uns ein Ziel gesetzt: Fischbrötchen bei Ehlers direkt in Kalifornien. Nun ja, der Fisch ist gut, die Brötchen etwas matschig. 



Wir radeln einen etwas anderen Weg zurück, checken aus und entsorgen noch, bevor es Richtung Schwerin geht. Vor genau einem Jahr gab es eine große Party, dieses Mal tut es auch ein entspannter Grillabend mit einem Freund aus Abi-Zeit und seiner Familie.  

Sonntag, 12. Juli 2026

Die Zeit drängt

Denn wir wollen schon morgen am späten Nachmittag in Schwerin bei einem Abi-Freund grillen. Das sind noch rund 500 km und dam gut 6 ½ h Fahrt. Wir suchen nach einem strategisch günstigen und gleichzeitig lohnenswertem Ziel. Vergangenes Jahr hat sich meine Tochter und ihr Freund das Wohnmobil für ein paar Tage ausgeliehen und sie waren u.a. am Ostseestrand etwas östlich von Kiel. Das ist gut die halbe Strecke, ein See auf dem man paddeln könnte ist in der Nähe und ich kenne die Ecke noch nicht.
Schnell noch zum REMA 1000 Supermarkt, in dem wir unsere gesammelten vermeintlichen Pfandflaschen abgeben. Der Automat nimmt die überraschenderweise ALLE ab und sagt Danke - ohne Pfand und dann brechen wir auf zum Selenter See, dessen ganzes Nordufer ein Naturschutzgebiet ist. 
Der See sieht wirklich sehr sauber aus, aber aufgrund des immer noch kräftigen Windes ist er uns zu unruhig zum Paddeln. Und dann noch die eindringliche Warnung auf einem Schild davor: "Vorsicht Zerkarien!" verdirbt einem dann die Lust endgültig.
Und jetzt? Na gut, wenn nicht drauf dann drum und schon sind die Räder fertig und es geht 25 km um den See, an dem es - trotz der Zerkarien - immer wieder Leute ins Wasser zieht.



Nach rund 2 h sind wir um den See rum und fahren weiter zum Strandcamping Radeland ziemlich nah am Ostseestrand.
Hier gibt es 2 Gaststätten für den Abend und der Herr an der Rezeption empfiehlt die urigere und preisgünstigere Fischerklause. Die liegt als erstes auf dem Weg, ist ziemlich gut besucht und das "Strandlächeln" soll heute ohnehin geschlossen sein. Also bleiben wir, wissen gleich was wir wollen und bestellen. Die Getränke kommen sehr schnell. Ich halte mich eine gute halbe Stunde am Bier fest, blicke die Kellnerin extrem traurig an, bestelle noch ein weiteres und frage, wann wir dran sind.
Einer weitere halbe Stunde vergeht, die Nachbarn ziehen mit ihrem Essen alle an uns vorbei - dabei wollten wir nur Sahnehering und Räucherlachs mit Bratkartoffeln! - und es passiert immer noch nix. Nach weiteren 20 min - eigentlich hat die Küche der Klause schon zu - gehe ich zu den netten Kellnerinnen und sage, "nach gut 1:20 h haben wir keinen Appetit mehr". Das ist zwar gelogen, aber wir zahlen und gehen weiter zum Strand. Und: das Strandlächeln hat geöffnet!
Ich streife frustriert durch die Tische draußen, ein Typ mit einem Weißweinglas in der Hand beobachtet das und spricht mich gleich an. Wenig später weiß ich: es ist der Chef. Der ordert dann aus der schon geschlossenen Küche zumindest noch ein Fischbrötchen. Ich danke es ihm, bestelle noch ein paar Bier und gemeinsam mit einem älteren und jüngeren Pärchen haben wir noch interessante Gespräche.