Der Weg führt durch schöne Landschaften und ich bemerke auch die ersten Umleitungen. Es geht immer wieder bergauf und bergab und ja, ich verfahre mich auch ab und zu.
Dann überquere ich die A9 kurz vor Rudolphstein und sehe das Brückenrestaurant, unter dem ich sicher sicher schon hundert Mal durchgefahren und in das ich ein paar Mal eingekehrt bin.
Hinter mir versucht ein älteres Pärchen mit E-Bike aufzuschließen. Ich gebe trotz der Steigungen nicht auf und lasse sie hinter mir. Vermutlich sind sie abgebogen …
Kurz nach Blankenstein, in Harra, versuche ich, etwas zu Essen und oder Trinken zu bekommen und fahre die auf der Karte vermerkten Gaststätten ab. Obwohl ich zu Zeiten ankomme, zu denen es Service geben müsste, ist alles dicht und bei der Gelegenheit holt mich das Pärchen mit den E-Bikes dann doch ein. Es folgt ein längerer Teil bergauf - es riecht nach frischem Holz und wenig später sehe ich große Berge mit gehechseltem Holz - und dann geht es wieder bergab und das durchgeschwitzte Shirt hat Gelegenheit zu trocken. Bei der schnellen Abfahrt Richtung Lemnitzhammer bemerke ich nicht, das der Radweg in der Kurve nach rechts abbiegt und folge der Straße - 5 km Strafrunde.
Wenig später wird die Saale deutlich breiter. Hier sind die ersten Staustufen. Ein Restaurant „Club Gottliebsthal“ in Saaldorf macht frühzeitig auf sich aufmerksam und ich lerne: nimm, was Du kriegen kannst. Gestärkt mit Rostbratwurst und 2 Radlern kann es weiter gehen. Die angestaute Saale mäandert noch bis Saalburg, wo sie dann vorläufig mit in einem großen Stausee ihre größte Ausdehnung erreicht. Die Gegend lädt zum Kajaken ein.
Der Weg führt dann etwas abseits der Saale und kommt an Burgk vorbei, wo ein markanter Turm einen schönes Ausblick auf die Landschaft erlaubt.
Das kleine Schloss mit nettem Restaurant und schönen Außenplätzen lasse ich aber links liegen, denn ich will noch bis Ziegenrück, dem Ort vor der laut Profil anstrengendsten Etappe der Tour - darauf weist ein Schild in dem Ort auch noch einmal explizit hin. Ein kleinerer und größerer Hügel mit knapp 400 Höhenmeter warten dort am nächsten Tag.
Vorher gibt es aber noch eine andere Steigung und die ist zwar relativ kurz, aber mit 16% unmenschlich. Der idyllische Ort Ziegenrück und das Hotel am Schlossberg entschädigen. Hier macht die Saale eine komplette Schleife und hinterlässt auch quasi eine Insel, die auch als solche bezeichnet wird.
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