Montag, 4. Juni 2018

Einen habe ich noch

Und zwar den Ryck. Ich nehme nicht den direkten Weg nach Greifswald - die B105 - sondern fahre „über die Dörfer“ und halte noch kurz bei unseren langjährigen Nachbarn in Bodstedt vorbei und treffe dabei 2 Bekannte, die ich über 30 Jahre nicht gesehen habe und erst nach einiger Zeit zuordnen kann.
Auch am Ryck muss ich dann erst mal nach einer Einsatzstelle suchen. Wackerow wäre dafür eine gute Möglichkeit, im Grunde genommen die einzige. Eigentlich wollte ich ja One-Way kajaken, aber auch der Ryck ist voll mit Seerosen und man kann maximal 7-8 km kajaken. Das geht auch als Retour und macht es logistisch einfacher. Inzwischen ist es Nachmittag, ich habe im kurzfristig gebuchten Hotel Maria eingecheckt und prinzipiell könnte man noch los fahren. Einen Einsatzort habe ich direkt an der Brücke ausgemacht. Aber meine Uhr sagt mir immer wieder was der Wetterbericht schon länger angekündigt hatte: Regen und Gewitter in einigen Kilometer Entfernung. Also verschiebe ich es auf den nächsten Morgen - ich kann problemlos später auschecken. Und es blitzte und donnerte dann doch ziemlich, während ich noch ein paar Kilometer zu Fuß am Ryck lang lief. Nach einem leckeren Essen im Steakhouse mit meinem Neffen und seiner Freundin ging es dann früh ins Bett.







Das Einsetzen am nächsten Morgen war problemlos und man ist recht schnell am neuen Yachthafen und dann auch in der Innenstadt. Nach der letzten Brücke - hier muss man Kopf und Paddel einziehen - ist man dann in wenigen Minuten in der Natur und der Fluss wird schnell schmaler und die Seerosen gewinnen die Oberhand. 




Kurz hinter Wackerow bilden sie dann eine geschlossene Decke und bieten keine Lücken mehr für das Paddel. Also umkehren. Nachdem ich jetzt noch Rückenwind habe geht es zurück noch deutlich schneller und ich lasse es mir nicht nehmen, unter der Brücke und am imposanten Sturmfluter vorbei kurz auf den Greifswalder Bodden zu fahren bevor ich wieder anlege, kurz dusche und nach einem Mittag im Fischrestaurant Richtung Heimat fahre.




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